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Seit 24 Jahren gibt es die Spieleserie „Fifa“ von Electronic Arts. Nahezu alles, was Rang und Namen hatte, wurde in den letzten zwei Jahrzehnten mit einer Version des Spiels bedacht. Vom Sega Master System, Game Gear und Mega Drive über SNES, Nintendo 64 und GameCube bis zu Xbox, Xbox 360 und Xbox One sowie allen Playstation Versionen. Selbst auf Exoten wie dem 3DO, dem Nokia Ngage oder Windows Phone 8 konnte Fifa gespielt werden. Nun steht die aktuelle Ausgabe „Fifa 18“ in den Läden, das Cover ziert in diesem Jahr Christiano Ronaldo. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


In jedem Jahr stellt sich die Frage, was denn, neben den aktuellen Kadern der Clubs, an Neuheiten in das Spiel eingeführt wurden. Und da hat sich tatsächlich einiges getan.


Neu dabei ist die dritte deutsche Liga, die ab sofort gespielt werden kann. Immerhin tummeln sich hier einige Traditionsclubs wie Karlsruher SC, Preußen Münster, Fortuna Köln und Hansa Rostock. Da dürften noch mehr Fans ihre Lieblingsclubs wiederfinden.


Auch der Karrieremodus wurde verbessert. So werden die Vertragsverhandlungen nun in 3D-Szenen dargestellt und gehen deutlich zügiger von Statten. Und die Verhandlungen mit Beratern und Managern sind richtig spannend, denn es gibt viele Details zu klären. Und sind die Ablösemodalitäten für den neuen Spieler ausgehandelt, geht das Gerangel mit dem Spieler um Gehalt und Prämien erst los.


Im Ultimate Team Modus können nun individuell gestaltete Trikots statt Vereins-Jerseys genommen werden, am Spielprinzip des erfolgreichen Modus hat sich allerdings nichts geändert. So sind auch wieder die Legenden, nun mit „Icons“ betitelt, dabei. Die kommen in drei Stufen daher, die die Spieler am Anfang, in der Mitte und zum Ende ihrer Karrieren zeigen. Kartenpacks können nun in den Squad Battles verdient werden, in denen man gegen den Computer antritt, der Decks aus der Community verwendet.


Der Story-Modus „The Journey“ wird fortgesetzt und kommt erneut mit einer filmreifen Story daher. Neben Zoff in der Familie und Ärger im Verein wird wieder fleißig trainiert und gekickt. Alex Hunter kann nun mit individuellen Klamotten und Frisuren ausgestattet werden, um die Figur ein wenig den eigenen Wünschen anzupassen.


Das Entwickler-Team hat aus der Frostbite Engine, die seit letztem Jahr genutzt wird, einiges herausgekitzelt. Die Spieler sehen ihren realen Vorbildern noch weitaus ähnlicher als bei „Fifa 17“. Den größten Fortschritt haben aber die Zuschauer gemacht. Da ist wesentlich mehr Bewegung drin und es sind deutlich mehr Aktivitäten des Publikums zu sehen. Alles schaut auch wesentlich detailreicher und realistischer aus.


Beim Gameplay wurde ein wenig Tempo herausgenommen, was wirklich gut ist und deutlich bessere Spielzüge ermöglicht. Einzig die KI der Abwehr ist noch immer nicht die beste. Aber dafür kann man sie nun wesentlich leichter auswechseln, ein Druck auf den rechten Trigger genügt und das Spiel macht Vorschläge, welche Wechsel gerade sinnvoll wären.


„Fifa 18“ wurde im Vergleich zum Vorgänger in vielen Bereichen sichtbar verbessert und wirkt nun noch ansehnlicher, als es sowieso schon der Fall war. Dazu kommt der fortgesetzte Karrieremodus, die dritte Liga und die aufgehübschten Zuschauerränge. Am besten haben mir aber die neuen Vertragsverhandlungen gefallen. Alles in allem ist „Fifa 18“ ein nahezu perfektes Fußballspiel.