Nextgengamers net
Games, Movies and more
 
 
 

Neigt sich der Sommer dem Ende zu, kommt die Zeit der Sportspiele. Die aktuellen Games kämpfen um die Gunst der Spieler. Das gilt nicht nur für Fußball, Eishockey und Basketball, sondern auch für den Motorport. Seit kurzem ist Codemasters „F1 2017“ erhältlich, und während im echten Leben Sebastian Vettel  und Lewis Hamilton um jeden Wertungspunkt kämpft, kann der Spieler auf der Konsole seine eigene Formel 1 Karriere in Angriff nehmen. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


Das Herzstück des Spiels, der Karrieremodus, hat schon im letzten Jahr ein dickes Update bekommen, dass diesen Modus deutlich interessanter gemacht hat. Das ist auch in diesem Jahr der Fall. Der Spieler kann hier eine Karriere über einen Zeitraum von zehn Jahren durchspielen. Und da gibt es auch abseits der Rennstrecke jede Menge zu tun und zu entdecken.


Wie gehabt hat der Spieler die Möglichkeit, das Spiel fast komplett auf seine Bedürfnisse anzupassen. Die Steuerung kann dabei sehr komplex und realitätsnah ausfallen, oder im Arcade-Stil leicht von der Hand gehen, so dass auch Einsteiger sofort Spaß an den Rennen haben werden. Auch die Eigenschaften der KI-Gegner dürfen ganz dem Können des Spielers angepasst werden.


Präsentiert werden die Rennen im Stile von TV-Übertragungen, die Kommentatoren machen einen guten Job und ihre Kommentare passen, im Gegensatz zu verschiedenen anderen Spielen, durchaus gut zum Renngeschehen. Grafisch ist das Spiel eine Wucht und auch der Sound, ob die brachialen Motorengeräusche oder die Funksprüche aus der Box, ist nahezu perfekt. Ruckler konnten im kompletten Test nicht festgestellt werden, das Spiel läuft jederzeit flüssig.


„F1 2017“ ist endlich mal wieder ein Spiel, dass Kinect vernünftig nutzt, denn hier kann man per Mikro Kontakt mit der Boxencrew halten, was wirklich gut funktioniert. So kann beispielwsweise der nächste Boxenstopp angekündigt oder Infos über kommende Wetterwechsel abgefragt werden. Technische Veränderung lassen sich mit Hilfe des Steuerkreuzes auch direkt während des Rennens durchführen, etwa die Justierung der Bremsanlage.


Natürlich gibt es auch weitere Spielmodi neben der Karriere. Ob der Spieler ein kurzes Event spielen möchte oder gleich eine komplette Meisterschaft selbst gestalten, „F1 2017“ bietet umfangreiche Möglichkeiten. Mir persönlich haben allerdings die Rennen in historischen Boliden am besten gefallen. So bekommt man beispielsweise im Karrieremodus hin und wieder eine Einladung, bei einem besonderen Event einen Rennwagen aus den letzten dreißig Jahren zu steuern. Und das macht richtig viel Spaß, da ist nicht nur das Handling komplett anders, allein der Sound der Motoren lässt den Fan mit der Zunge schnalzen.


Ansonsten kümmert sich der Fahrer um die Weiterentwicklung des eigenen Fahrzeugs. Beim Training können Punkte verdient werden, die wiederum zur Verbesserung des Wagens benötigt werden. Dabei sollte man natürlich darauf achten, welche Verbesserung wirklich Sinn macht. Verschleissteile wie Motoren und Reifen sind laut Reglement begrenzt, das gilt auch in diesem Spiel. Das macht die Sache nicht nur realistisch, sondern auch taktisch ziemlich anspruchsvoll.


„F1 2017“ bietet für jeden etwas. Ob Rennen im Arcadestil oder komplexe Rennsimulation, alles nur eine Frage der eingestellten Optionen und Fahrhilfen. Der Karrieremodus ist genial und nahezu perfekt umgesetzt. Grafik und Sound sind vom Feinsten, was auch für die Steuerung gilt. Eigene erstellte Meisterschaften sind ebenso möglich wie Online-Rennen gegen Gegner auf der ganzen Welt und zu guter Letzt sorgen auch die Rennen in Boliden vergangener Jahre für Abwechslung und Spaß. „F1 2017“ ist ein rundum gelungenes Rennspiel.