Die Rennserie Formel 1 gibt es bereits seit 1950 und auch im Bereich der Videospiele war der Rennsport von Anfang an seht populäre, zunächst jedoch ohne offizielle Lizenz. Seit 2009 hat Codemasters die Lizenz für das offizielle Spiel, das zuerst für die Wii und die PSP veröffentlicht wurde. Ein Jahr später gab es „F1 2010“ für den PC, Xbox 360, PS3 und 3DS. Und während Lewis Hamilton und Nico Rosberg teamintern um den WM-Titel kämpfen, hat Codemasters „F1 2016“ für PC, Xbox One und PS4 veröffentlicht. Wir haben ein paar Runden gedreht.

Neben einigen anderen Spielmodi ist das Herzstück des Spiels der wieder eingeführte Karrieremodus. Hier erstellt der Spieler zunächst einen Fahrer, sucht Gesicht, Heimatland und Startnummer aus sowie einen Namen. Dann geht es auch schon ins Fahrerlager und es gibt jede Menge zu tun, denn eine Saison in der Formel 1 ist lang, stehen doch vor jedem Rennen Trainigs und die Qualifikation an. Und alles in voller Länge auf allen Original-Strecken des Rennkalenders. Glücklicherweise kann man jederzeit seinen Spielstand sichern. Hin und wieder gibt es Besuch von den Teamchefs, die etwa die vorbestimmten Ziele der Saison bekanntgeben.

Kommt es zum Rennen, hat man das Gefühl, in einer Live-Übertragung im Fernsehen dabei zu sein.  Ob ein Blick in die Boxengasse, die Tribünen mit den jubelnden Zuschauern oder die Siegerehrung nach dem spannenden Rennen, alles wird erstklassig präsentiert. Soweit ich es im Kopf habe, wurden alle Strecken perfekt in das Spiel übertragen. Und das sieht auch von der Grafik her fantastisch aus wie auch die Fahrzeuge, die noch nie so gut aussahen.

Die Karriere läuft nicht nur über eine Saison, sondern über mehrere Jahre, Vertragsverhandlungen und Weiterentwicklung des eigenen Boliden inklusive. Das sorgt schon ein wenig für Abwechslung zwischen den Rennen. Aber auch die optimalen Einstellungen am Fahrzeug vor den Rennen sind eine echte Herausforderung.

Wem die Karriere dann doch zu lang ist, hat die Auswahl unter zahlreichen anderen Spielmodi. Ob man seinen Lieblingspiloten steuern möchte, ein einzelnes Rennen fahren oder seine Bestwerte im Zeitrennen online mit anderen vergleichen möchte, alles ist möglich, auch eine eigene Meisterschaft. Auch online lassen sich eigenen Rennserien erstellen und mit 22 Fahrern Rennen ausgetragen werden.

Gegenüber dem Vorgänger aus dem letzten Jahr kommt „F1 2016“ deutlich verbessert daher, vor allem beim gelungenen Karrieremodus. Tolle Grafik, imposanter Sound und viele Spielmodi sorgen für echte Rennstimmung im Wohnzimmer. Ist Kinect angeschlossen, kann während der Rennen sogar Kontakt zur Box aufgenommen werden. Tollen Rennspiel, bei dem es wenig zu meckern gibt.