„Dragon Quest“ gibt es bereits seit 1986, somit ist die Reihe eine der ältesten im Videospielbereich. In Japan ist es die erfolgreichste Videospielserie überhaupt, da verwundert es doch schon ein wenig, dass nur einige Titel davon in Amerika und Europa veröffentlicht wurden. Sieben Teile der Serie und zahlreiche weitere Ableger sind bislang für die jeweils aktuellen Systeme erschienen. Der siebte Teil der Serie erschien im Jahr 2000 in Japan und ein Jahr später in Nordamerika. 2013 erschien zudem ein Remake des siebten Teils für den 3DS. Drei Jahre später hat es das Spiel nun endlich auch zu uns geschafft und „Dragon Quest VII – Fragmente der Vergangenheit“ steht in den Läden. Wir haben uns das Spiel angesehen.

Wer schon einmal ein Spiel der Reihe ausprobiert hat, weiß, dass jeder Teil eine abgeschlossene Geschichte erzählt, Vorwissen aus den Vorgänger-Spielen ist also nicht nötig. Renke, Sohn eines Fischers, ist es auf der Insel Estard zu langweilig. Gemeinsam mit seinem Freund Gismar und der Tochter des Bürgermeisters, Maribel, will er Abenteuer erleben. Auf ihrer Suche entdecken sie den Tempel der Mysterien, der eine ganz besondere Macht hat. Denn der Tempel ermöglicht es den dreien, in die Vergangenheit zu reisen und dort Ort zu besuchen, die längst vergessen sind.

Auf ihren Reisen in die Vergangenheit finden die drei Stücke von Steintafeln, die sich im Tempel zusammenfügen lassen. Und hinter jeder dieser Tafeln versteckt sich ein weiteres Portal, das eine neue alte Welt öffnet. So ist jedes Abenteuer in sich abgeschlossen und lässt sich in relativ kurzer Zeit durchspielen. Was nicht bedeutet, dass „Dragon Quest VII“ über eine kurze Spielzeit verfügt, denn das Spiel kommt locker auf 100 Stunden und das sucht auf dem 3DS seines Gleichen.

Und die einzelnen Abenteuer bieten jede Menge Abwechslung und mal erlebt immer wieder völlig unterschiedliche Geschichten und Situationen. Mal spannend, mal witzig, mal traurig, aber immer gut in Szene gesetzt. Natürlich wird auch gekämpft, das geht hier rundenbasiert von Statten. Und da es sich hier um ein Rollenspiel handelt, darf ein Klassen-System natürlich nicht fehlen. Um seine Werte zu verbessern stehen rund 100 Berufungen zur Auswahl.

Beendet man eines der Abenteuer in der Vergangenheit erfolgreich, bekommt man die Möglichkeit, den Ort in der Gegenwart erneut zu besuchen, um zu sehen, wie sich dieser verändert hat. Ab und zu trifft man sogar Nachfahren der Personen, die man in der Vergangenheit getroffen hat. Auch hier geht es wieder auf die Suche nach Teilen der Steintafeln.

Dragon-Quest-Kenner wissen: gespeichert wird bei den Priestern in der Kirche, die man an jedem Ort finden kann. Praktischerweise hat aber auch ein Schnellspeicher-System den Weg in das Remake gefunden, das jederzeit eine Speicherung des aktuellen Spielstandes möglich macht.

Gegenüber dem mittlerweile 16 Jahre alten Original hat sich im Remake einiges getan. Die Grafik wurde enorm verbessert, was auch auf die Animationen zutrifft. Auch der Soundtrack hat einige tolle Stücke im Repertoire. Die Steuerung geht gut von der Hand und ist schnell erlernt. Überhaupt startet das Spiel sehr gemächlich, sodass man sich mit allem in Ruhe vertraut machen kann. Später nimmt die Geschichte dann aber richtig Fahrt auf. Die Abenteuer bieten unheimlich viel Abwechslung und zusammen eine gewaltige Spielzeit von mehr als 100 Stunden. Tolles Spiel, das ich bedenkenlos weiterempfehlen kann.