Nextgengamers net
Games, Movies and more
 
 
 

Im Oktober 2012 veröffentlichte Bethesda Softworks mit „Dishonored – Die Maske des Zorns“ ein Spiel des französischen Entwicklers Arkane Studios. Das Spiel ist noch heute für seine Stealth-Action bekannt und beliebt. Von nahezu allen Medien bekam „Dishonored“ sehr gute Bewertungen. Nun steht seit einigen Wochen der Nachfolger „Dishonored 2 – Das Vermächtnis der Maske“ in den Läden. Erschienen ist das Spiel für die Xbox One, PS4 und den PC. Wir haben uns „Dishonored 2“ auf der Xbox One angesehen.

Die Geschichte von „Dishonored 2“ ist fünfzehn Jahre nach den Ereignissen aus dem Vorgänger angesiedelt. Schauplatz ist das Kaiserreich der Inseln. Emily Kaldwin ist Kaiserin, ihr Vater, Corvo Attano ist kaiserlicher Schutzherr. In der Hauptstadt bringt ein Attentäter die Gegner der Kaiserin um, woraufhin sie in den Verdacht gerät, für die Morde verantwortlich zu sein. Bei einem Staatsstreich wird Emily abgesetzt und eine Frau mit dem Namen Delilah sitzt auf dem Thron. Die behauptet, Emilys Tante aus einer unehelichen Beziehung ihres Großvaters , dem alten Kaiser zu sein.

Soweit zur Vorgeschichte des Spiels. Bevor es losgehen kann, muss der Spieler einige wichtige Entscheidungen treffen. Neben dem Schwierigkeitsgrad steht zur Wahl, ob man das Spiel als Emily Kaldwin oder Corvo Attano bestreiten will. Die Wahl kann später nicht mehr geändert werden. Ebenfalls steht die Entscheidung aus, ob man das Spiel mit übernatürlichen Fähigkeiten angehen möchte, oder nicht. All das sollte gut überlegt sein. Andererseits ist hier der Reiz, das Spiel erneut durchzuspielen, nur eben mit anderen Voraussetzungen, enorm hoch.

Auch Teil zwei bietet ein sehenswertes Steampunk-Universum und es macht vor allem zu Beginn sehr viel Spaß, einfach durch die Stadt zu bummeln und mit Leuten ins Gespräch zu kommen, und so mehr über die derzeitige Lage zu erfahren. Weitere Informationen findet man in Büchern oder Schriften, die man immer wieder findet. Wie auch schon im ersten Teil gilt, die Umgebung genau zu beobachten, ansonsten bekommt man viele Möglichkeiten erst gar nicht mit. Außerdem findet man so deutlich mehr Items, die gesammelt werden können. Und dann bleibt noch die Qual der Wahl, an den Gegnern vorbei zu schleichen, oder sich an sie heranzupirschen und lautlos ins Jenseits zu schicken. Diese Entscheidung ändert den weiteren Verlauf des Spiels und auch das Verhalten der Bevölkerung gegenüber der Spielfigur.

Die verschiedenen Eigenschaften, vor allem, wenn man zu Beginn die übernatürlichen Fähigkeiten gewählt hat, machen das Vorgehen unglaublich vielseitig. Man kann durch Wände sehen, um zu schauen, wie die Wachen sich bewegen, kann sich teleportieren und so Feinde umgehen oder verwandelt sich gar in ein Tier um Orte zu erreichen, die ein Mensch eben nicht erreichen kann. Natürlich kann man auch den Kampf der Schleicherei vorziehen und rückt den Gegnern mit Schusswaffen und Granaten auf die Pelle.

„Dishonored 2“ ist ein gelungenes Spiel, das einfach Spaß macht. Ob man die Gegend erkundet, Adrenalin fördernde Schleichmissionen angeht oder Feinde bekämpft, das Spiel ist spannend durch und durch. Und bietet nahezu unzählige Möglichkeiten, wofür die Fähigkeiten der Spielfigur und die Variationen zu Beginn verantwortlich sind. Die Steuerung ist ein wenig komplex und erfordert etwas Einarbeitung, dann klappt es aber ganz gut. Die Grafik ist hübsch, wenn auch hin und wieder eine unscharfe Textur den Gesamteindruck trübt. Am Sound gibt es nichts auszusetzen. Die Ladezeiten fallen allerdings merklich zu lang aus. Ansonsten kann ich das Spiel nur empfehlen, in dem Bereich gibt es derzeit nichts Besseres.