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Im Jahr 2007 erschien der sechste Teil des Rennspielserie „Colin McRae Rally“, mit dem Untertitel „DiRT“.  Verantwortlich dafür zeichnete wie bei den Vorgängern, das Team von Codemasters, einem Studio, das bereits seit 1986 Spiele produziert. Mit „DiRT“ startete eine eigene Spielserie, Fortsetzungen wurden 2009 und 2011 veröffentlicht, die Ableger „DiRT Showdown“ und „DiRT Rally“ erschienen 2012 und 2015. Nun steht seit einigen Wochen der vierte Teil der Serie in den Läden. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.


Nach einigen Übungsrunden im Tutorial, das einen wirklich gut mit der Steuerung vertraut macht, kann der Spieler gleich die Karriere starten oder auf einem großen Areal verschiedene Aufgaben erfüllen und so gleich die erlernten Fähigkeiten weiter festigen. Mal geht es darum, einen abgesteckten Kurs in Bestzeit zu absolvieren, mal müssen Blöcke zerstört werden, es gibt aber auch die Möglichkeit im freien Fahren zu trainieren. Und hier merkt der Spieler gleich, was ihn erwartet, vor allem wenn technische Hilfen weitestgehend deaktiviert sind. Das Fahrgefühl kommt jederzeit ziemlich realistisch daher. Natürlich kann man auch mit automatischer Schaltung und einigen Hilfen fahren und trotzdem riesigen Spaß haben.


Die Karriere gestaltet sich ähnlich, wie auch schon aus den Vorgängern bekannt. Man startet in der niedrigsten Rennklasse und muss sich seine Sporen verdienen und höhere Lizenzen erwerben. Dazu stellt man Mechaniker und Ingenieure ein und sorgt für Erweiterung des Fuhrparks und Verbesserung der eigenen Boliden. Vier Rennwettbewerbe stehen zur Auswahl. Da gibt es Rallycross, hier geht es im Halbfinale und bei erfolgreicher Platzierung im Finale gegen andere Fahrer im direkten Vergleich ins Rennen. Als Strecken kommen hier erweiterte Rundkurse dran. Ähnlich angelegt ist Landrush, hier kommen allerdings keine Sportwagen zum Einsatz, sondern fette Offroader oder Buggies.


Herz des Spiels ist natürlich die traditionelle Rallye, die entweder mit aktuellen Rennwagen oder mit historischen Boliden auf Strecken auf der ganzen Welt gefahren werden kann. Die jeweiligen Rennen laufen über mehrere Abschnitte mit unterschiedlichen Strecken- und Wetterverhältnissen. Sowohl am Tage, in der Dämmerung als auch nachts. Während des Rennens versorgt uns der Beifahrer mit Infos über kommende Kurven und Beschaffenheit der Strecke. Kleine Rempler an Leitplanken oder Begrenzungen verlaufen meist glimpflich, ein heftiger Crash dagegen kann das Fahrzeug stark beschädigen oder einen Totalschaden verursachen.


Die Auswahl an Fahrzeugen ist recht groß. Bei Vertragsteams bekommt man einen Boliden gestellt, einige gibt es auch als Belohnungen für erfolgreiche Rennen, weitere können zugekauft werden, entweder neu beim Händler oder gebraucht über einen Kleinanzeigenmarkt. Ob VW Polo, Ford Focus, Opel Adam oder Mini Countryman, es gibt viele aktuelle Wagen. Deutlich interessanter ist aber die Auswahl bei den historischen Fahrzeugen. Da gibt es den Rallywagen schlechthin, den Audi Quattro, Fiat 131 Abarth, Ford Sierra Cosworth, Lancia Stratos, Opel Manta 400, Opel Kadett C GT/E, Peugeot 205 GTI, Renault 5 Turbo, Subaru Impreza oder Ford Escort.


Ohne lange drum herum zu reden, „DiRT 4“ ist die neue Referenz der Rally-Spiele. Die Grafik ist herausragend, es gab beim Test nicht einen Ruckler. Die Autos sehen fantastisch aus und die Cockpit-Sicht ist an Realismus kaum zu überbieten. Der Sound bietet ebenfalls keinen Grund zum Meckern. Ob die brachialen Motorgeräusche oder die jederzeit gut verständliche Stimme des Beifahrers, der Sound ist einfach klasse. Die Steuerung geht gut von der Hand und durch ein gelungenes Tutorial bietet sich auch genügend Gelegenheit zum Üben. Die Rennserien bieten jede Menge Abwechslung und die Auswahl der Autos ist auch groß genug. Was will man mehr?