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Im Jahr 1994 landete Greenwood Entertainment mit dem Spiel „Der Planer“ einen Überrschungserfolg. Das Spiel kam bei den Freunden von Wirtschaftssimulationen hervorragend an. Und die DOS-Version des Spiels gibt es auch heute noch, und das sogar kostenlos. Mittlerweile sind viele Jahre, und Nachfolger von „Der Planer“ ins Land gezogen, die Rechte liegen mittlerweile beim Mönchengladbacher Simulationsspezialisten astragon und nun steht auch ein neues Spiel der Serie in den Läden und ist auch als Download erhältlich. Ging es im ersten Teil noch darum, eine Spedition zu leiten, übernimmt der Spieler in „Der Planer: Oil Enterprise“ eine Ölförderfirma. Wir haben uns das Spiel angsehen.

Wirtschaftssimulationen waren mal eines der beliebtesten Spielegenres auf dem PC, doch diese Zeiten scheinen vorbei zu sein und das Spielegenre macht sich eher auf Smartphones und Tablets breit. Ändern soll dies nun „Der Planer: Oil Enterprise“. Nach der Installation hat der Spieler die Möglichkeit, ein Tutorial zu spielen, was ich nur empfehlen kann, denn hier wird alles erklärt und der Spieler kann die einzelnen Schritte gleich ausprobieren. Eine freundliche Stimme erklärt hier die verschiedenen Baumenüs, auf was alles zu achten ist und noch einiges mehr. Ist das Tutorial beendet, wird es ernst.

Bevor der Spieler nun die ersten Gallonen Öl aus der Erde pumpen kann, steht die Wahl des Spielmodus an. So gibt es eine Einzelspielerkampagne ebenso wie ein freies Spiel. Zudem steht ein Mehrspielermodus zur Auswahl, der den Spieler mit fünf Kontrahenten konfrontiert. Doch zunächst einmal werden kleine Brötchen gebacken, Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden. Und so beginnt der Spieler damit, erste Gebäude zu errichten. Dafür stehen im kompletten Spiel rund 90 Ölfelder in 15 Regionen zur Verfügung, für örtliche Abwechslung ist also schon mal gesorgt.

Aber wie es in Wirtschaftssimulationen und leider auch im realen Leben nun mal so ist, ohne Moos ist nix los. Also muss das Budget immer im Auge behalten werden. Sind dann Hauptquartier, Förderpumpen, Raffinerien, Lager- und Logistikgebäude errichtet, geht es ans Geschäftliche. Das Öl kann auf dem Weltmarkt verkauft werden. Fördern und verkaufen ist dabei die einfachste Option, lukrativer sind jedoch feste Verträge. Diese bringen deutlich mehr Geld in die Kassen, doch damit steigt auch der Druck auf das Geschäft immens, denn man sagt vertraglich eine feste monatliche Fördermenge zu, die eingehalten werden muss. Und das ist alles anderes als ein Selbstläufer.

Mit dem eingenommenen Geld wird die Firma erweitert und die Ölförderung optimiert und das Leben als Ölbaron könnte so schön sein, würden nicht unvorhersehbare Ereignisse wie ein Erdbeben oder heftige Änderungen der Devisenkurse die Gewinne drastisch schmälern. Zur Not muss dann ein Kredit zum Überbrücken helfen, bis alles wieder optimal läuft.

„Der Planer: Oil Enterprise“ ist eine rundum gelungene Wirtschaftssimulation, die wirklich Spaß macht und auch nicht zu leicht ausgefallen ist. Mit fünfzehn Regionen, die über die ganze Welt verteilt sind, einem gut gelungenen Tutorial und verschiedenen Spielmodi ist für genug Abwechslung gesorgt. Dazu kommt eine schicke Grafik und ansprechender Sound. Für rund zwanzig Euro bekommt der Käufer ein tolles Spiel, was will man mehr?