Die Beat'em up Serie „Dead or Alive“ aus dem Hause Tecmo erschien erstmals im Jahr 1996 in den Spielhallen. Ein Jahr später war das Spiel auch für die PS1 und Sega Saturn zu haben. Im Laufe der Jahre erschienen verschiedene Um- und Fortsetzungen für die jeweils aktuellen Systeme. Selbst ein „Dead or Alive Extreme Beach Volleyball“ schaffte es in die Läden. Und auch eine Verfilmung des Spiels, unter anderem mit Holly Valance, Eric Roberts und Kevin Nash, wurde produziert. Im September 2012 erschien „Dead or Alive 5“ für die PS3 und die Xbox 360. Das Spiel wurde von Tecmo überarbeitet und ist nun auch in einer erweiterten Fassung für die Konsolen Xbox One und PS4 erhältlich. Als Download ist das Spiel auch für die Vorgängerkonsolen zu haben und am 30. März erscheint auf Steam erstmals eine PC-Version. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Wer die erste Version von „Dead or Alive 5“ gespielt hat, wird kaum Unterschiede feststellen, „Dead or Alive 5: Last Round“ hat zwei neue Charaktere und Arenen im Gepäck, sowie jede Menge Kostüme für die Kämpferinnen und Kämpfer, dazu wurde die Grafik an die neuen Konsolen angepasst, das war es auch schon an Neuem. Für ein Beat'em up ist der Umfang allerdings schon beachtlich. Immerhin gibt es 34 Charaktere zur Auswahl, die an 26 verschiedenen Orten gegeneinander antreten können. Vom ersten Teil an punktete das Spiel mit tollen Moves der Akteure und vor allem mit den leicht bekleideten Kämpferinnen und ihren wippenden Oberweiten. Und das hat sich bis heute nicht geändert.

Die Story passt dabei auf einen Bierdeckel, wenn man alle fünf Teile zusammennimmt. Aber das ist hier völlig zweitrangig, es geht um knackige Prügeleien und die sind hier so gut in Szene gesetzt worden, wie man es zuvor nur selten gesehen haben dürfte. Die Steuerung der Fighter geht dabei gut von der Hand und präzise Attacken und Kombinationen sind ebenso möglich, wie den Gegner per Button-Smashing mit Serien von Schlägen und Tritten einzudecken.

Wer nicht allein prügeln möchte, kann sich sein Gegenüber auch online suchen. Bei unserem Test haben allerdings Lags den Spielspaß deutlich getrübt.

Sexy Prügelei, das galt schon für den ersten Teil des Spiels und das gilt auch für den aktuellen Vertreter der Serie. Die letzte Runde punktet mit sehr guter Steuerung, toller Grafik und entsprechendem Sound, auch an der Steuerung gibt es nichts auszusetzen. Einige Bugs sollten allerdings per Patch behoben werden, auch die Online-Server haben Bedarf an Überarbeitung. Sieht man darüber hinweg, bekommt man das derzeit beste Beat'em up für die aktuelle Konsolengeneration.


Bert Werner