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Schon seit den frühen 30er Jahren existiert die Figur Conan, ein Barbar, der vor rund 10.000 Jahren in einer Fantasywelt lebt. Erfunden wurde Conan von Robert E. Howard. In Deutschland wurde Conan aber erst durch den Film „Conan – Der Barbar“ mit Arnold Schwarzenegger aus dem Jahr 1982 bekannt. Zwei weitere Filme und zwei TV-Serien folgten. Aber auch als Videospiel wurde die Figur weitergenutzt. Ein erstes Spiel erschien 1991, zuletzt kam „Age of Conan“ im Jahr 2008. Nun gesellt sich „Conan Exiles“ auf Xbox One, PS4 und PC dazu. Funcom zeichnet für das Spiel verantwortlich.


„Conan Exiles“ kommt als Survival RPG daher und wie in diesem Genre so üblich, steht zunächst die Charaktererstellung an. Der weibliche oder männliche Barbar kann ganz nach den Wünschen des Spielers gestaltet werden, Busen- und Penis-Größe inbegriffen. Ist der Barbar fertig und ein passender Name wurde auch ausgewählt, folgt noch die Herkunft und die Frage, welche Gottheit man anbetet.


Dann geht das Spiel los, und das nicht gerade vorteilhaft für unseren Neu-Barbaren, denn wir finden uns mitten in einer Wüste wieder, gekreuzigt an einen Baum, währen die Geier schon über uns kreisen. Glücklicherweise kommt Conan vorbei und befreit uns aus dieser misslichen Lage, ist aber genau so schnell wieder verschwunden, wie er gekommen ist. Da stehen wir also im Sand, nackt und ohne jegliche Ausrüstung oder Ahnung, was nun zu tun ist. 


Einerseits wäre hier ein ausführliches Tutorial hilfreich, andererseits macht das Ausprobieren einen großen Reiz aus, immerhin handelt es sich hier um ein Survival-RPG. Und so gilt es, die gesamte Umgebung nach verwertbaren Gegenständen abzusuchen und schnell hat man einfache Kleidung und eine Waffe, mit der wiederum weitere Ressourcen gesammelt werden. 


Als nächstes steht der Bau eines Heimes an und zunächst macht die halbwegs aus Holz zusammengezimmerte Hütte recht wenig her, doch das ändert sich mit fortschreitender Spieldauer. Die Hütte dient als Spawn-Punkt, wenn man mal wieder das Zeitliche gesegnet hat. Dazu ist es auch der Dreh- und Angelpunkt der Tätigkeiten unseres Barbars. Hier werden aus Ressourcen dank Werkbank Kleidungsstücke oder Waffen. Später können Gegner versklavt werden und für verschiedene Aufgaben eingsetzt werden, etwa als Wachen oder Arbeiter. Und nach und nach wird aus der einfachen Hütte eine ansehnliche Festung. 


Mit mehr Erfahrung steigt die Figur auf und kann die Fähigkeiten verbessern. Die meiste Zeit verbringt man aber damit, die Gegend, die riesig groß ist, zu erkunden und neue Materialien zu farmen und dabei immer auf genug Nahrung zu achten. Nach und nach deckt sich auch die Hintergrundgeschichte auf. 


„Conan Exiles“ kann auf der Xbox One in jeder Hinsicht überzeugen. Neben der großartigen Grafik und dem imposanten Soundtrack macht das Gameplay über viele viele Stunden unglaublich viel Spaß. Es gibt so viel zu entdecken, so viel auszuprobieren und das alles in einer völlig freien Spielwelt, denn Quests wird man hier nicht finden und jeder kann so spielen, wie es ihm am Besten gefällt. Dabei geht viel Zeit für das Farmen drauf, und trotzdem ist der Spieler immer wieder motiviert, denn jede Ressource lässt sich für verschiedene Dinge einsetzen. Auch die Kämpfe sind fordernd aber fair ausgefallen. Ich werde noch unzählige Stunden in diesem Spiel verbringen und kann es nur weiterempfehlen.