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Auf der E3 im vergangenen Jahr wurde das Spiel „Code Name S.T.E.A.M.“ zum ersten Mal angekündigt, mittlerweile steht es in den Läden. Entwickelt wurde es von Intelligent Systems, die sich mit der Serie „Fire Emblem“ einen guten Namen gemacht haben. Das Spiel wurde für den 3DS veröffentlicht, Besitzer eines New 3DS können zudem die amiibo-Figuren Marth, Ike, Daraen und Lucina aus Fire Emblem für das Spiel nutzen.

Wenig überraschend kommt die Grafik des Spiels im Comic-Stil daher, denn immerhin ist die Geschichte in einem Comicheft angesiedelt. Los geht es in London zum Ende des 19. Jahrhunderts. Steampunk Freunde kommen hier auf ihre Kosten, denn nahezu alles wird dort mit Dampf betrieben. Alles geht seinen gewohnten Gang, doch während einer großen Feier greifen plötzlich Aliens an, die den dort lebenden Menschen weit überlegen sind. Wer anders könnte da helfen, als der gute Abraham Lincoln, der auch gleich ein Team für den Kampf gegen die außerirdischen Invasoren zusammenstellt.

Und wer schon dachte, die Story wäre ein wenig schräg, sollte sich mal das Team ansehen. Ob der Löwe aus „Wizard of Oz“, Tom Sawyer oder Tiger Lily, hier treffen viele bekannte Charaktere aufeinander. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über bis zu vier Helden und sieht die Spielwelt jeweils aus deren Perspektive. So ist es lohnenswert, die Gruppe aufzuteilen und den Gegner so leichter zu finden. Wie schon zu Anfang erwähnt, läuft ohne Dampf überhaupt nichts. Selbst die Bewegung auf den in Felder aufgeteilten Wegen benötigt jeweils eine Dampfeinheit pro Feld.

Kommt es dann zu einer Begegnung mit einem Gegner, wird gekämpft. Und hier hat jeder der Charaktere seine ganz speziellen Eigenheiten, die einen boxen mit den Fäusten, andere haben Schusswaffen. Je länger das Spiel dauert, um so seltsamer und witziger werden die Waffen. Aber auch diese brauchen Dampf und die Menge davon ist für jede Spielrunde begrenzt. Somit ist schon eine gewisse Taktik von Nöten. Zwischendurch werden Münzen gesammelt, die wiederum dazu dienen, die Lebensenergie der Charaktere aufzufüllen.

„Code Name S.T.E.A.M.“ bietet abwechslungsreiche Schauplätze, selbst im altehrwürdigen Buckingham Palace geht es zur Sache. Wer nicht gern allein spielt, kann einen von drei Online-Modi nutzen. So können hier normale Kämpfe wie in der Kampagne ausgetragen werden, also ein 4er Team gegen einen Gegner, allerdings gibt es hier für jeden Zug ein Zeitlimit von 60 Sekunden, oder es müssen alle Spieler möglichst viele Medaillen sammeln. Zudem können eigene Turniere erstellt werden.

Die Comic-Grafik von „Code Name S.T.E.A.M.“ schaut richtig gut aus und schafft zusammen mit den schrägen Figuren und der Steampunk-Thematik eine schöne Atmosphäre. Auch der Sound, samt englischer Sprecher, kann sich hören lassen. Dazu kommt ein gut gelungenes Kampfsystem und mit rund 20 Stunden ein ordentlicher Umfang. Trotzdem mag der Funke nicht so recht überspringen, denn die Missionen, auch wenn die Orte Abwechslung bieten, eben immer wieder zu ähnlich sind und auch die Gegner wenig Aufregung verbreiten. So hat der Spieler immer das Gefühl, hier wäre deutlich mehr möglich gewesen.