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Seit 2003 gibt es die Ego-Shooter-Reihe „Call of Duty“ und in fast jedem Jahr ist ein neues Spiel für die jeweils aktuellen Systeme erschienen. Im Jahr 2010 erschien das von Treyarch entwickelte „Call of Duty: Black Ops“. Das Spiel stellte gleich neuen Umsatzrekorde für die gesamte Unterhaltungsbranche auf und sorgte in den ersten 24 Stunden für Einnahmen von 360 Millionen Dollar. Im Jahr 2012 folgte mit „Black Ops II“ eine direkte Fortsetzung, die die Handlung nun in das Jahr 2025 verlegte, wobei einige Teile auch in den 80er Jahren angesiedelt waren. Und wieder stellte das Spiel einen Rekord auf und sorgte für einen Umsatz von 500 Millionen Dollar am ersten Tag.  Seit Anfang November steht nun „Call of Duty: Black Ops III“ in den Regalen, wie die beiden Vorgänger bei Treyarch entwickelt. Das Spiel ist für die Xbox One, Xbox 360, PS4, PS3 und PC erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Vierzig Jahre nach den Ereignisse in „Black Ops II“ wurde die Militärtechnologie weiterentwickelt, sehr zum Unmut der Bevölkerung wurde auch Roboter gesetzt, die, wie sollte es anders sein, ein Eigenleben entwickelt haben. Die Menschen werden bedingungslos überwacht. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Supersoldaten der Black Ops, der zwar ein Mensch ist, aber mit Implantaten und künstlicher Intelligenz gepimpt wurde. Der Spieler kann seinen Charakter erstellen, Geschlecht und Aussehen ändern und erfährt dann in der Kampagne in einem Rückblick, wie es so weit kommen konnte. Nach einem missglückten Einsatz mit schweren Verletzungen wurden dem Protagonisten die KI namens DNI eingepflanzt, die nun den Körper, mit vielen Ersatzteilen gespickt, steuert. Hilfreich ist auch das Jetpack, das es erlaubt, Plattformen zu erreichen, per Wandläufe werden auch schwierige Gelände begehbar. Zu guter Letzt können auch Maschinen übernommen und gesteuert werden.

Die Story ist wendungsreich, fast schon etwas zu sehr für ein Videospiel, passiert verschiedene Zeitebenen, die Figur des Spieler hat hin und wieder Wahnvorstellungen, was für einen Film passend ist, für einen Ego-Shooter zu viel des Guten. Und so ballert sich der Spieler von Level zu Level und schaut sich dazwischen die Filmsequenzen an. Dazu werden Waffen und Ausrüstung erweitert, Items gesammelt und einen Simulator für das Training gibt es auch. Die Kampagne, mit der der Spieler etwa zehn Stunden beschäftigt sein dürfte, lässt sich auch mit anderen Spielern angehen. Daheim ist ein Spiel zu zweit mit Splitscreen möglich, online sind auch vier Spieler für die Kampagne erlaubt.

Ist die actionreiche Kampagne beendet, gibt es zur Belohnung eine weitere Kampagne, in der sich der Spieler durch wahre Horden von Zombies, allein oder mit bis zu drei Mitspielern. Neben dem regulären Zombiemodus ist auch wieder für Multiplayer gesorgt, hier gibt es eine große Auswahl an Spielmodi und abwechslungsreiche Karten. Ob search and destroy oder capture the flag, hier findet jeder das für ihn passende Spiel, dazu kommt ein Arenamodus mit eSport-Potenzial.

„Black Ops II“ hat mir nicht ganz so gut gefallen und so waren meine Erwartungen an den dritten Teil nicht sehr hoch, wurde aber durchaus positiv überrascht. Die Kampagne ist spannende, auch wenn die Story es ein wenig übertreibt, der Multiplayer ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Die Grafik schaut sehr gut aus, der Sound ist klasse und die Steuerung, wie schon bei den unzähligen Vorgängern, nahezu perfekt. Beim nächsten CoD würde ich mir aber eine Abkehr von der Zukunft wünschen, wie eäre es mal mit dem ersten Weltkrieg als Szenario?