„Blood Bowl“ startete im Jahr 1986 als Tabletop-Spiel und kam als Variante des American Football im Warhammer Universum daher. In den Jahren 1994 und 2009 erschienen Umsetzungen des Spiels für den Computer. Nun hat Koch Media die Fortsetzung „Blood Bowl 2“ für die Xbox One, PS4 und den PC in die Läden gebracht. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Wie schon erwähnt, handelt es sich bei Blood Bowl um eine Abwandlung des American Football. Die beiden Mannschaften haben je elf Spieler, die versuchen, einen Touchdown zu erzielen. Die Züge gehen dabei rundenbasiert von Statten und bieten umfangreiche Möglichkeiten für Angriff und Verteidigung. Weitere Optionen beim Zug sind vom Würfelglück abhängig, etwa ein direkter Angriff oder ein herber Tackle. Ein Spiel besteht aus zwei mal acht Runde, nach der Hälfte werden die Seiten gewechselt.

Die Spieler gehen hier ziemlich ruppig zur Sache und somit hat das „Blood“ im Titel durchaus seine Berechtigung. Denn der Gegner kann nicht nur ausgeknockt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes totgeprügelt werden. Hat ein Team keinen Spieler mehr zur Verfügung, ist das Match sofort zu Gunsten des Gegners beendet. Und auch das Publikum mischt fröhlich mit und stürmt schon mal den Platz, um den einen oder anderen Spieler ins Reich der Träume zu prügeln. Dabei sollte man doch meinen, dass die Cheerleader für genug Abwechslung sorgen.

Neben Menschen hat das Spiel weitere sieben Rassen zur Auswahl. Eine Ausnahme bildet die Kampagne, die nur mit einem Menschenteam, den Reykland Reavers, bestritten werden kann. Natürlich kann auch nach Herzens Lust gegen andere Spieler angetreten werden. Hier gibt es verschiedene Modi wie einzelne Spiele oder die Möglichkeit, eine eigene Liga zu erstellen.

„Blood Bowl 2“ macht Laune, sieht gut aus und auch der Sound ist gelungen. Doch Spaß hat man mit dem Spiel nur, wenn man idealerweise bereits sowohl den Vorgänger, als auch das Tabletop-Spiel kennt, denn das Tutorial ist in keiner Hinsicht ausreichend. Und wenn man nicht frustresisitent ist, dürfte man den Controlle frühzeitig wieder einpacken, denn das Spiel ist fast schon gemein schwer, vor allem gegen die KI. Aber auch gegen einen erfahrenen menschlichen Gegner ist man als Neuling chancenlos. Mit ein wenig Vorkenntnissen macht das Spiel aber rundum Spaß.