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Das Dutzend ist voll, „Battlefield 1“ ist das zwölfte Spiel der Serie von Electronic Arts. Begonnen hat alles im Jahr 2002 mit dem Spiel „Battlefield 1942“, zwei Jahre später folgte „Battlefield Vietnam“. „Battlefield 2“ aus dem Jahr 2005 verlegte die Handlung in die Gegenwart, „Battlefield 2142“ in die Zukunft. In „Battlefield Hardline“ aus dem vergangenen Jahr ging es gar um Cops und Gangster. Nun ist man mit „Battlefield 1“ zu den Wurzeln zurückgekehrt. Diesmal ist der erste Weltkrieg das Szenario. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Hauptaugenmerk der Battlefield-Reihe war schon immer der Multiplayer-Bereich, wir legen aber großen Wert auf den Single-Modus. Und der kommt hier abwechslungsreich wie noch nie daher. In den Kriegsgeschichten warten verschiedene Mini-Kampagnen auf den Spieler, der in jeder eine andere Figur auf einem völlig unterschiedlichen Schauplatz übernimmt. Da gibt es die berüchtigten Grabenkämpfe, als Fahrer übernimmt man die Kontrolle über Big Bess, einen gewaltigen Panzer, der aber auch schon mal beschädigt wird, sodass man sich die Ersatzteile beim Feind besorgen muss.

Eine weitere Kampagne führt den Spieler als Mitglied einer italienischen Spezialeinheit in die Alpen, wo es gilt, ein Geschütz auszuschalten und in eine Festung einzudringen. Als amerikanischer Pilot absolviert man spannende Luftkämpfe, unter anderem über London gegen riesige Zeppeline, die nicht ohne Begleitschutz daherkommen. Als Australier Bishop stürmt man eine Burg an der türkischen Grenze und in Arabien geht es gar zu Pferd in die Schlacht.

Das alles ist nicht nur perfekt in Szene gesetzt, sondern vermittelt auch die Schrecken des Krieges recht gut, soweit man das von einem Spiel erwarten kann. Und nicht jede der Geschichten endet mit einem strahlenden Helden, der mal wieder den Tag und die Welt rettet. Hier herrscht Chaos, Tod und Vernichtung. Schon im spielbaren Intro weiß man im Schützengraben kaum, wohin man überhaupt schießen soll, und wenn dann auch noch Gas zum Einsatz kommt, werden die Hände schnell nass vor Schweiß.

Allerdings ist eine wilde Schießerei nicht immer das beste Mittel zum Zweck, anschleichen und lautlos ausschalten führt oft sicherer zum Erfolg, ob mit Messer oder Klappspaten. Dabei ist eine Anzeige über den Köpfen der Gegner hilfreich. Färbt diese sich gelb, haben sie etwas gehört und sind deutlich aufermksamer, färbt sie sich rot, gibt es Alarm und die Wachen schießen auf alles, was sich bewegt.

Im Multiplayer-Bereich wurde mal wieder aus dem vollen geschöpft. Bis zu 64 Spieler können hier gemeinsam, oder eher gegeneinander in die Schlacht ziehen. Sämtliche beliebten Modi wie etwa Team Deathmatch sind wieder an Bord. Die Kämpfe hier gehen allerdings nicht ganz so hektisch wie bei den Vorgängern von Statten. Das liegt an den Waffen, die eben schon hundert Jahre alt sind und deutlich längere Nachladezeiten beanspruchen, wie modernere Varianten. Neu im Spiel ist der Operationen Modus. Hier werden im Multiplayer verschiedene Karten hintereinander gespielt. Wobei Angreifer und Verteidiger wechseln.

Neben den üblichen Klassen der Spieler im Multiplayer, wie Sturmsoldat oder Sanitäter kommen auch wieder jede Menge Fahrzeuge zum Einsatz. Von den großen, schwerfälligen Panzern bis zum Doppeldecker ist alles dabei.

Ohne Zweifel ist „Battlefield 1“ einer der besten Vertreter der Reihe, wenn nicht sogar der beste. Die Grafik ist herausragend, die Details, die Gesichter der Figuren, hier passt einfach alles. Der Sound ist rundum gelungen, vom epischen Soundtrack über die Synchronisation bis zu den Geräusch-Effekten. Die kleinen Einzelspielerkampagnen bieten jede Menge Abwechslung und alle davon machen großen Spaß. Der Multiplayer-Part kommt mit einigen gelungenen Neuerungen wie dem Oparationen Modus daher. Einige Moral-Apostel haben ja das Szenario des ersten Weltkriegs kritisiert, komischerweise hat man von denen bei den unzähligen WW2-Shootern nichts gehört, eine seltsame Art von Moral, aber vielleicht wollten sich hier nur einige Leute wichtig machen. „Battlefield 1“ geht mit dem Thema passend um, hier wird nichts übertrieben glorifiziert, Texttafeln machen immer wieder auf reale Ereignisse aufmerksam. „Battlefield 1“ ist ein tolles Spiel. Punkt.