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Als die Firma LucasArts die Arbeiten am Spiel „Sam & Max: Freelance Police“ einstellte tat sich eine Gruppe der Mitarbeiter zusammen und gründete die Firma Telltale Games. Das war 2004. Das erste Spiel der neuen Firma war eine Poker-Simulation, aber schon danach folgte mit „Bone: Out from Boneville“ ein Adventure in dem Stil, für den die Firma heute bekannt ist, der Erzählweise in Episoden. Es folgten Spiele wie „Sam & Max“, „Zurück in die Zukunft“, „Jurassic Park“, „The Walking Dead“ und „Game of Thrones“. Nun ist der dunkle Ritter an der Reihe, in „Batman: The Telltale Series“. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Ihr kennt schon eines der vorangegangen Spiele von Telltales? Dann findet ihr euch auch bei „Batman: The Telltale Series“ sofort zurecht. Das Spiel besteht aus insgesamt fünf Episoden, von denen noch nicht alle erschienen sind. Es wird mehr Wert auf die Story, als das Gameplay gelegt und die Interaktivität beseht zumeist nur daraus, Entscheidungen zu treffen und hin und wieder zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Button zu drücken.

Das Spiel beginnt mit den Anfängen von Batman, die Bürger von Gotham City haben zwar von Bruce Waynes Alter Ego gehört, aber gesehen hat ihn kaum jemand, das gilt ebenso für die Schurken. Aber auch Catwoman ist bereits in der düsteren Stadt unterwegs. Oswald Cobblepot alias Pinguin taucht ebenso auf, die der Gangsterboss Falcone, den man auch aus der TV-Serie „Gotham“ kennt. Gerüchte sagen gar, dass Wayne mit den Gangstern seit langer Zeit gemeinsame Sache macht. Und so sind Batman und Brice Wayne damit beschäftigt, den Namen reinzuwaschen und die Drahtzieher ausfindig zu machen.

Das ganze kommt optisch wie ein Comic daher und die Multiple Choice Antworten des Spielers bestimmen die weitere Entwicklung der Geschichte und ob sich Batman noch düsterer entwickelt, als man ihn kennt. Hin und wieder werden Gangster verhört, der Spieler entscheidet, wie intensiv das Verhör ausfällt, Tatorte werden untersucht und weitere Detektiv-Arbeit geleistet. Kämpfe oder andere gefährliche Situationen laufen wie gewohnt als Quicktime-Event ab.

Neu dagegen ist das sogenannte Crowd-Play. Hier können sich andere Spieler mit Smartphone, Tablet oder Computer in das Spiel einklinken und die Entscheidungen werden dann per Abstimmung getroffen. Das mag ganz nett sein, wenn man Freunden oder der Familie das Spiel mal zeigen möchte, in der Regel wird der Spieler aber wohl seine eigenen Entscheidungen treffen wollen.

Die Grafik hat gegenüber den Vorgängern eine kleine Verbesserung erfahren aber große Auswirkungen hat die neue Engine nicht wirklich. Die Animationen wirken immer noch eher wie bei Stop-Motion-Figuren. Ansonsten ist es ein Spiel, die die vielen Vorgänger auch, nur wurde die Story ausgetauscht. Atemlose Spannung wie bei „The Walking Dead“ kommt hier aber leider nicht auf. Das kann aber bei den kommenden Episoden durchaus der Fall sein und so ist es möglich, dass sich die finale Wertung noch ändert.