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Zappt man nachmittags oder abends durch die TV-Programme, kommt man unweigerlich irgendwann auf ein paar Sender, die Auto-Sendungen zeigen, wo Autos getunt, verschrottet oder repariert werden. Doch nicht jeder hat das handwerkliche Geschick, um so etwas selbst auszuprobieren, ohne seine geliebtes Gefährt nicht komplett zu ruinieren. Wer trotzdem gern man, wenn auch nur virtuell, an Autos rumschrauben möchte, greift zum „Autowerkstatt Simulator 2015“, den Koch Media für den PC veröffentlicht hat.

Der Spieler übernimmt hier eine kleine, aber feine Autowerkstatt und schon trudeln die ersten Aufträge ein. Aller Anfang ist leicht und so steht erst einmal ein Ölwechsel an. Auto auf die Hebebühne, hochfahren, Auffangbehälter platzieren und Altöl laufen lassen. So einfach bleibt es aber nur kurz, denn schon bald erfordern die Aufträge der Kunden wesentlich komplexere Eingriffe.

Glücklicherweise ist unser Mechaniker mit einer Art Röntgenblick ausgestattet und kann so die Karosserie der Autos ausblenden, um direkt einen Blick in die Eingeweide des blechernen Patienten zu werfen. Defekte Teile erscheinen in rot und können so leicht erkannt und ausgebaut werden. Nachdem die defekten Teile ausgetauscht wurden, muss natürlich alles wieder zusammengebaut werden, was manchmal gar nicht so einfach ist.

Später, wenn schon einige Aufträge erfolgreich absolviert wurden, kommen nur noch vage Beschreibungen und der Mechaniker muss allein herausfinden warum etwa das Auto nicht mehr richtig auf die Lenkung reagiert. Manchmal hilft eine Probefahrt auf der hauseigenen Teststrecke. Erfolgreiche Schrauber können ihre Werkstatt nach und nach um Diagnosegeräte erweitern, die mehr Möglichkeiten bieten. Auch Prüfstände für Motoren oder Stoßdämpfer können installiert werden.

Ersatzteile werden bequem über den Computer bestellt, die alten Teile werden wiederum als Altmetall verkauft und spülen so auch noch etwas Geld in die Kasse. Oder sie werden dem nächsten Kunden untergejubelt. Nach einer ganzen Weile und vielen erfolgreichen Reparaturen kann sich der Werkstatt-Besitzer einen eigenen Parkplatz leisten und auf Auktionen gehen. Hier können alte und moderne Autos erworben werden, die in der Werkstatt restauriert werden können.

Erst kamen die Traktoren, dann die LKWs und nun werden Autos repariert. Von den drei Simulatoren gefällt mir dieser mit Abstand am Besten. Die Reparaturen, die Puzzles nicht unähnlich sind, machen Spaß und lassen kaum Langeweile aufkommen. Zudem ist mit den zusätzlichen Geräten und den Restaurierungen für Abwechslung und Motivation gesorgt. Grafik und Sound sind okay. Ein paar Dinge hätte ich mir noch gewünscht, etwa die Möglichkeit, im Kundenauftrag Autos zu tunen oder in den direkten Dialog mit den Kunden treten zu können. Aber das klappt vielleicht beim nächsten Mal.