Seit 2009 erscheint die Manga-Serie „Attack on Titan“ in Japan. Seit 2013 existiert auch eine auf den Bänden basierende Anime-Serie, die wiederum zu zwei Kinofilmen zusammengeschnitten wurden. Und Fans der Serie brauchen jede Menge Geduld, denn die zweite Staffel wird er im kommenden Jahr ausgestrahlt. Die Zeit bis dahin kann man sich aber mit dem neuen Videospiel „Attack on Titan – Wings of Freedom“ aus dem Hause Omega Force vertreiben. In Deutschland wird das Spiel von Koch Media vertrieben und ist für Xbox One, PS4 und den PC zu haben. Wir haben uns das Spiel auf der Xbox One angesehen.

Die Story ist schnell erzählt. Eines Tages entdeckten Titanen ihren Hunger auf Menschenfleisch und nahezu die gesamte Menschheit fiel den gefrässigen Wesen zum Opfer. Die letzten Überlebenden rotteten sich in einer Stadt zusammen und bauten riesige Mauern zum Schutz. Über hundert Jahre lang war man so sicher, bis plötzlich ein gigantischer Titan auftauchte und die Mauer mit einem Tritt aufbrach. Und so sind die letzten Menschen in großer Gefahr.

Herzstück des Spiels sind die zwei Spielmodi „Angriff“ und „Expedition“. Im Angriffsmodus spielt man allein quasi die Geschichte der ersten Anime-Staffel nach. Man trifft auch bekannte Charaktere und Orte und Cutscenes bringen die Story voran. Da dieser Modus deutlich kürzer ist, bietet es sich an, mit dem „Angriff“ zu beginnen.

Anders dagegen ist der Expeditionsmodus, den man allein spielen oder sich online bis zu drei Mitspieler suchen kann. Der Spieler hat hier die Auswahl aus zehn Charakteren mit ihren speziellen Eigenschaften. Danach warten jede Menge Missionen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden auf den Spieler.

Gekämpft wird natürlich auch und das reichlich. Und die Gegner, die Titanen, haben ihren Namen nicht umsonst, sind sie doch gewaltig groß. Zudem lassen sie sich nur durch Treffer im Nackenbereich töten. Hilfreich ist da unsere Ausrüstung, die uns nicht nur an Gebäuden rumklettern lässt, sondern auch an den Titanen. Gezielte Treffer an den Beinen, bringen die Giganten zu Fall, die Arme können abgetrennt werden, um die Angriffe zu schwächen. Unsere Ausrüstung hat allerdings begrenzten Treibstoff und auch die Schärfe der Klingen lässt langsam nach, man sollte also auf seine Ausrüstung achten.

Zwischen den Missionen bleibt dann Zeit, um Ausrüstung und Waffen zu verbessern oder neue Gegenstände zu entwickeln. Auch die Charaktere selbst können mit neuen Fähigkeiten versehen werden.

Die Grafik des Spiels orientiert sich an der Anime-Vorlage und wurde beeindruckend umgesetzt. In der Original-Version sind auch die bekannten japanischen Sprecher dabei und auch die Musik erinnert an die Serie. Die Steuerung ist sehr präzise und geht gut von der Hand. Beide Spielmodi machen richtig viel Spaß, ob man allein spielt, oder mit anderen. Wenn dann man irgendwann die zweite Staffel der Serie erscheint, würde ich mich auch über ein zweites Spiel dazu freuen.