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Das Entwicklerteam von Bioware eilte von Erfolg zu Erfolg, aber mit den letzten Titeln erntete man dort deutlich mehr Kritik als Lob. Mit dem Shooter „Anthem“ sollte nun wieder zu den erfolgreicheren Tagen zurückgekehrt werden. Ob das gelungen ist, soll unser kleiner Test zeigen. Wir haben und das Spiel auf der PS4 angesehen.


Angesiedelt ist das Spiel im Königreich Bastion auf einem von Shapern geschaffenen Planeten, der sich immer wieder verändert. Zwar sind die Schöpfer des Ganzen mittlerweile verschwunden, allerdings haben sie Relikte zurückgelassen, die dafür sorgen, dass sich Land verschiebt oder Flüsse plötzlich woanders hin fließen. Auch lassen die Relikte neue Lebensformen entstehen. Allerdings stellen die Relikte, die nun nicht mehr von den Shapern kontrolliert werden, auch eine Gefahr für die Bevölkerung dar.

Der Spieler übernimmt nun die Rolle eines Kriegers, oder einer Kriegerin, Mitglied der Freelancer, einer Truppe, die sich den Kataklysmen, die von den Relikten verursacht wurden, entgegen gestellt haben. Ein Einsatz dieser Art hat aber das Vertrauen der Bürger in die Freelancer schwinden lassen und viele der Krieger verloren das Leben. Der Spieler ist einer der wenigen Überlebenden des Einsatzes im Herzen des Zorns.

Eine kurze Einführungsmission dient als Tutorial und der Spieler lernt die Steuerung unter anderem des Kampfanzugs kennen. Nun dient die Stadt Tarsis als Ausgangspunkt für die folgenden Missionen. Dort gibt es Händler, Werkstätten und jede Menge Quests und Herausforderungen, von denen manche täglich, andere wöchentlich oder monatlich erledigt werden können. Zudem können hier auch einige Kontakte mit anderen Charakteren geknüpft werden,

Je nach Mission kann einer von vier Kampfanzügen gewählt werden, von denen jeder seine Vor- und Nachteile hat. Nun kann es mit Jetpack in die ersten Einsätze gehen. Man kann aber die offene Spielwelt auch auf eigene Faust erkunden und ist dabei völlig frei. Die Missionen laufen dann in eigenen Instanzen ab, die man allein, mit drei Freunden lokal oder durch zufällig ausgeloste Mitspieler bestreiten kann.

Und besonders mit anderen Mitstreitern macht „Anthem“ richtig Laune, allein fehlt ein wenig die Abwechslung. Wenn alle Spieler ihren Anzug richtig bewaffnet haben, geht es da gut zur Sache und das Zusammenspiel klappt prima und ist auch ebenso herausfordernd wie aufregend.

Zudem gilt es, Festungen zu erobern, die ordentlichen Loot versprechen, vergleichbar mit Raids in anderen Spielen. Davon stehen drei zur Auswahl. Absolvierte Aufträge bringen Erfahrungspunkte und Loot wie Waffen und Ausrüstung. Und bei den Waffen gibt es eine beeindruckende Auswahl, da sollte für jeden Geschmack das passende dabei sein.

„Anthem“ ist ein netter Loot-Shooter, der vor allem mit drei Freunden stundenlang Spaß machen kann. Allein verliert man allerdings wesentlich schneller die Lust, da sich die Missionen zu stark ähneln und auch die freie Welt zu wenig bietet. Auf technischer Seite gibt es kaum einen Grund zu meckern, die Grafik schaut fantastisch aus, der Sound rockt brachial aus den Boxen und auch die Steuerung geht perfekt von der Hand. Eigentlich ein gelungenes Spiel, bei dem man trotzdem ständig den Eindruck hat, hier wäre mehr drin gewesen.