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Mit einer geballten Ladung an Action und Humor wurden die Spiele der Saints Row Serie zu Hits. Nun legen die Entwickler nach, ihr neuester Streich „Agents of Mayhem“ steht in den Läden. Alles dreht sich um die Verbrecher-Gruppe Legion, die, wie sollte es anders sein, die Weltherrschaft anstrebt. Doch da haben die Schurken die Rechnung ohne die Agenten der Vereinigung Mayhem gemacht, die sich ihnen in den Weg stellt.


Die Fieslinge sind schon richtig böse und schwer bewaffnet. Waffen mit dunkler Materie und die Möglichkeit zur Teleportation sind da nur zwei Beispiele.


Das Aufeinandertreffen der Agenten mit den Schurken findet in Seoul statt, ein wenig in der Zukunft, wie das Straßenbild unschwer erkennen lässt. Zwölf Agenten schickt Mayhem in den Kampf, die Missionen werden jeweils zu dritt angegangen, wobei aber nur jeweils ein Agent während eines Kampfes gesteuert wird. Anführer der Gruppe, zumindest hält er sich selbst dafür, ist der TV-Star Hollywood, der gerne mit seinem MG rumballert.


Jeder der zwölf Agenten hat seine ganz eigenen Eigenschaften und einen speziellen Kampfstil. Die meisten müssen jedoch erst freigeschaltet werden, was durch Spezialmissionen geschieht. Auch ein deutscher Agent findet sich in der Gruppe, genannt Red Card, ein Fußballverrückter, der seine Aggressionen nur schwer unter Kontrolle hat. Und auch die anderen internationalen Agenten strotzen nur so vor Klischees.


Die Kämpfe selbst machen, dank unkomplizierter Steuerung, richtig viel Spaß und sind voll von unglaublichen Effekten. Schafft man die Gegner zu locker, stuft das Spiel den Gamer in den nächsthöheren Schwierigkeitsgrad, von denen satte sechzehn zur Auswahl stehen. Natürlich gibt es auch Spezialattacken, dafür muss aber zunächst der Mayhem-Balken gefüllt werden. Ist das Geschehen, lässt Hollywood etwa eine gewaltige Explosion vom Stapel, Oni, der Japaner, verängstigt seine Gegner, so dass sie anschließend leicht Beute sind.


Irre Charaktere, wahnsinnige Wissenschaftler, jede Menge Action und krasser Humor, all das würde zu einem sehenswerten Trash-Film passen, sind aber hier die Zutaten für ein gelungenes Prügelspiel, das mit schicker Grafik, tollem Sound und einer gut von der Hand gehenden Steuerung aufwartet. Einziger Mängel ist die offene Spielwelt, die ein wenig klein ausgefallen ist und nur wenige Interaktionsmöglichkeiten außerhalb der Missionen bietet. Ansonsten bekommt der Käufer ein wirklich gutes Prügelspiel.