Bevor der amerikanische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Michael Mann Serien wie „Miami Vice“ oder „Crime Story“ oder Filme wie „Der letzte Mohikaner“ oder „Heat“ schuf, inszenierte der damals noch ziemlich unbekannte Regisseur den Film „Der Einzelgänger“. Produziert wurde der Streifen vom ebenfalls noch völlig unbekannten Jerry Bruckheimer. Die Story dreht sich um den Profieinbrecher Frank und die Darstellung sollte so realistisch wie möglich sein. Also engagierte Mann als Berater den ehemaligen Profidieb John Louis Schiavone und den Polizisten Dennis Farina. Beide bekamen auch eine kleine Rolle im Film, und spielten Hauptrollen in Manns Serie „Crime Story“. Die Hauptrolle ging an James Caan, in weiteren Rollen waren Tuesday Weld, James Belushi in seiner ersten Rolle, Robert Prosky und Willie Nelson zu sehen. Die Musik im Film stammt von Tangerine Dream. OFDb Filmworks hat „Der Einzelgänger“ in einem Digipack im Schuber mit fünf Discs veröffentlicht.

Der erfahrene Einbrecher und Juwelendieb Frank saß lange Jahre im Gefängnis. Sein großer Traum ist es, eines Tages ein normales bürgerliches Leben führen zu können. In der Kellnerin Jessie glaubt er, die richtige Frau gefunden zu haben, um mit ihr an seiner Seite eine Familie zu gründen. Für den Wechsel in ein normales Leben braucht Frank allerdings noch das nötige Kleingeld. Gangsterboss Leo scheint im ersten Moment der richtige Mann zu sein, der Frank die notwendigen lukrativen Aufträge verschafft. Doch nicht nur die Polizei ist Frank stets auf den Fersen und wartet auf den kleinsten Fehler, auch der Deal mit Leo entpuppt sich als schwerwiegende Fehlentscheidung mit fatalen Konsequenzen...

Schon in „Der Einzelgänger“ ließ Michael Mann erkennen, was den Zuschauern in späteren Werken wie „Blutmond“ oder „Heat“ erwartete. Vor allem die Szenen, wenn Frank seine Einbrüche durchzieht, sind einfach großartig. Und auch die Abrechnung zum Schluss des Films ist gelungen und erinnert an Filme von Sam Peckinpah. Doch es gibt leider auch negative Punkte. Franks Charakter darf eine starke Entwicklung durchmachen und bekommt dafür genug Tiefe, alle anderen Figuren bleiben aber blass. Dazu kommt der eine oder andere Dialog, den man so eher im Trash-Genre erwartet hätte. Auch das Handeln der Figuren kommt einem hin und wieder mehr als seltsam vor. Kommen wir zur Ultimate Edition in der der Film ausgeliefert wird. In einem stabilen Schuber befindet sich ein Digipack mit zwei Blu-rays und drei DVDs. Darauf befinden sich der überarbeitete Directors Cut mit einem neuen 4K-Transfer (Blu-ray), die Original-Kinofassung (Blu-ray und DVD), die Special Directors Edition aus dem Jahr 1995 (DVD) und eine Bonus-DVD. Unter dem umfangreichen Bonusmaterial gibt es verschiedene Audiokommentare, einige interessante Featurettes, ein Booklet und ein kleines Poster. Die Bildqualität vor allem des neuen Transfers ist wirklich sehenswert. Leider gibt es bei den Blu-rays ein Problem mit dem Ton, der ist durch einen Fehler einen Tick zu tief, man arbeitet beim Publisher aber bereits an einer Lösung.

Blu-ray / 5 Discs / OFDb Filmworks / 125 min / FSK 18