Der amerikanische Schauspieler Steve Sandor war zunächst Stahlarbeiter und trainierte Hunde bei der Air Force, bevor er zum Fernsehen kam. Seine erste Rolle spielte er dann gleich in der Kultserie „Raumschiff Enterprise“. Es folgten Rollen in populären Serien wie „Rauchende Colts“, „Die Straßen von San Francisco“, „ChiPs“, „Drei Engel für Charlie“ oder „Das A-Team“. Auch im Kino war er, zumeist in Nebenrollen, zu sehen. So spielte er in Filmen wie „Die Brücke von Remagen“ oder „Hell's Angels '69“ mit. Seine erste echte Hauptrolle spielte er aber erst 1983 in dem Film „Stryker“. Der Streifen gehört zum in den 80ern ungemein beliebten Genre der Endzeitfilme, von denen nach „Mad Max 2 – Der Vollstrecker“ unzählige wie Unkraut aus dem Boden schossen. „Stryker“ wurde von Cirio H. Santiago inszeniert, einem Regisseur, dem wir auch Klassiker wie „T.N.T. Jackson“, „Vampire Hookers“ oder „Caged Fury“ zu verdanken haben. Neben Steve Sandor spielen auch Andrea Savio und William Ostrander mit. SchröderMedia hat „Stryker“ in einer auf 1000 Exemplare limitierten Auflage auf Blu-ray und DVD veröffentlicht.


Die Atomkatastrophe hat die Zivilisation vernichtet. Die Erde ist ausgebrannt. Plündernde Banden durchstreifen das Land. Überall gilt nur das Recht des Stärkeren. Für die wenigen Überlebenden des Infernos beginnt eine verzweifelte Suche nach unversuchtem Wasser. Eine Gruppe mutiger Frauen hat frisches, sprudelndes Wasser entdeckt und schnell entbrennt ein gnadenloser Kampf um diese überlebenswichtige Quelle. Aus allen Himmelsrichtungen setzen sich schwer bewaffnete Horden in Bewegung und greifen die hoffnungslos unterlegenen Frauen an. STRYKER, ein Einzelgänger und mutiger Kämpfer schlägt sich auf ihre Seite.


Ich liebe Endzeitfilme aus den 80er Jahren. Klar, fast alle kopierten mehr oder weniger „Mad Max 2 – Der Vollstrecker“, nur mit kleinerem Budget, weniger Schauspielkunst und deutlich weniger Regietalent. „Stryker“ ist dafür ein Paradebeispiel. Die Story ist sehr dünn, der Held nicht wirklich ein Kerl, den man zu einem Bier einladen würde, aber immer noch besser als der fiese Bösewicht, ein paar nett anzuschauende Damen und jede Menge skuriller Fahrzeuge. Da wird um jeden verbliebenen Wassertropfen gekämpft, dass es nur so kracht. Blödsinnige Dialoge und Logikfehler kommen dutzendweise daher und gerade das macht den Charme dieser Filme aus den 80ern eben aus. Das gefällt sicher nicht jedem, der Trash-Connaisseur von Welt dagegen goutiert den Film mit größtem Vergnügen. Zumal auch Bild- und Tonqualität der Blu-ray stimmen.


Blu-ray / SchröderMedia / 84 min / FSK 18