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Grigori Jefimowitsch Rasputin lebte von 1869 bis 1916, war Wanderprediger, angeblicher Geistheiler und hatte in den letzten Jahres des russischen Kaiserreiches großen Einfluss. Zwölf Mal wurde das Leben von Rasputin bislang verfilmt, erstmals 1932. Der bekannteste Film ist aber bis heute „Rasputin – der wahnsinnige Mönch“, der 1966 unter der Regie von Don Shark in den legendären Hammer-Studios entstand. In den Hauptrollen sind Christopher Lee, Barbara Shelley, Richard Pasco, Francis Matthews und Suzan Farmer zu sehen. Anolis Film veröffentlicht „Rasputin – der wahsninnige Mönch“ am 25. Januar auf Blu-ray, die sowohl als Mediabook als auch in herkömmlicher Version zu haben ist.


Unter all den Filmschauspielern, die seit Rasputins Ermordung im Dezember 1916 in Petrograd diese Rolle spielten, von Lionel Barrymore bis Gert Fröbe, sind es nur zwei, die das offensichtliche Charisma, den Magnetismus und die hypnotische Erotik des umstrittenen, unheilvollen Wandermönches und Geistheilers allein schon durch ihre Körpergröße kongenial wiedergaben: der Deutsche Conrad Veidt im Jahr 1932 und der Brite Christopher Lee, der den Part 1965 gleich im Anschluss an BLUT FÜR DRACULA übernahm.

Während er den Dracula schlafwandlerisch spielte, bereitete sich Lee auf die Rolle des seltsamen Heiligen durch intensive Lektüre und Recherche vor. Dennoch ist Hammers Interpretation der Intrigen am russischen Zarenhof, die gegen Ende des Ersten Weltkriegs zum Sturz der Romanows führten, keine geschichtliche Dokumentation, keine historische Rekonstruktion, kein Zeitbild, sondern die grausame Fiktion eines Dämons, der sich ganz bewusst in den Zarenhof einschleicht und seine Wollust in den umgearbeiteten Dekorationen des letzten Dracula-Films auslebt.


Bis heute erzählt man sich die wildesten Geschichten über Rasputin, wobei wohl mehr als neunzig Prozent davon kaum der Wahrheit entsprechen dürften. Das gilt auch für diesen Film, der kein historisch korrekter Film ist, was ihn aber um so unterhaltsamer macht. Christopher Lee, der sich akribisch auf die Rolle vorbereitet hat, ist die Idealbesetzung und spielt die Rolle sichtlich mit viel Elan. Natürlich fragt man sich, was für ein Film entstanden wäre, wenn ein entsprechendes Budget zur Verfügung gestanden hätte, aber das wird man nie erfahren. So erfreut man sich an dem was man hat, und das ist eine gelungene Mischung aus Horrorfilm und Historienschinken. Die Blu-ray zeigt den Film in beeindruckender Bild- und Tonqualität, als Extras gibt es Audiokommentare von Christopher Lee, Barbara Shelley, Suzan Farmer und Francis Matthews, mit Dr. Rolf Giesen und Volker Naumann, und mit Uwe Sommerlad und Volker Kronz, Tall Stories, The Making of Rasputin – The Mad Monk, Hammer Novelisations – Vom Buch zum Film, den britischen Trailer, den US-Double-Feature-Trailer, TV-Spots und eine Bildergalerie. Die Mediabooks kommen zudem mit einem 28seitigen Booklet daher.

Blu-ray / Anolis Film / 92 min / FSK 12