Nach rund 200 Jahren industrieller Nutzung kaufte die Stadt Dortmund das Grundstück eines früheren Stahlwerkes in Hörde und errichtete dort neben dem küsntlichen Phoenixsee ein Naherholungsgebiet und ein Villenviertel. Direkt nebenan leben einfache Arbeiter und viele Arbeitslose. Dass das zu Konflikten führt, ist wohl vorherzusehen. Dieses Thema behandelt die WDR-Fernsehserie „Phoenixsee“, die bis heute ausgestrahlt wurde und ab sofort von der RC Release Company auf DVD zu haben ist. Die Hauptrollen in dem Sechsteiler spielen Stephan Kampwirth, Nike Fuhrmann, Felix Vörtler und Anna Stieblich.

Der Phoenixsee in Dortmund wurde als künstlicher See mitten in einem gewachsenen Industrie- und Arbeiterviertel angelegt. Neben den alten Mietskasernen stehen nun teure Luxusvillen mit Seeblick. Dass das nicht ohne Konflikte bleibt, versteht sich von selbst. Die Probleme im täglichen Miteinander zwischen Arm und Reich schildert die unterhaltsame Serie am Beispiel zweier Familien – die eine kann sich nur mit mehreren Jobs über Wasser halten, die andere langweilt sich im Überfluss. Einander zunächst spinnefeind schweißt ein ähnliches Schicksal beide Familien eng zusammen und lässt sie erkennen, dass sie doch mehr gemeinsam haben, als sie trennt.

„Phoenixsee“ ist eine unterhaltsame Familienserie, die das Konfliktpotenzial, das die Neubauten auf dem alten Stahlwerkgelände realistisch in Szene setzt. Neben der flotten Inszenierung punktet der Sechsteiler auch mit guten Darstellern. Von mir aus hätte die Serie durchaus deutlich länger ausfallen können. Die zwei DVDs zeigen die sechs Folgen in sehr guter Bild- und Tonqualität.

DVD / 2 Discs / RC Release Company / 300 min / FSK 6