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Margaretha Geertruida Zelle war eine niederländische Tänzerin, bekannt ist sie allerdings unter ihrem Künstlernamen Mata Hari. Fakt ist, dass sie während der ersten Weltkriegs für den deutschen Geheimdienst spionierte und dass sie 1917 von den Franzosen hingerichtet wurde. Alles andere um ihr herum ist allerdings eine Mischung aus Wahrheit und Mythos. Heute geht man eher davon aus, dass sie in naiver Art versuchte, ihren verblassenden Ruhm als Tänzerin wieder anzuheizen und sich deshalb vom Geheimdienst vereinnahmen ließ. Große Geheimnisse hat sie offensichtlich nicht verraten. Trotzdem ist die Figur der Mata Hari bis heute Symbol für die verruchte Spionin. Neben mehr als 200 Büchern widmen sich auch zahlreiche Filme dem Leben von Mata Hari. Erstmals entstand ein Film 1920 mit Asta Nielsen in der Titelrolle. Weitere Darstellerinnen der Mata Hari waren unter anderem Greta Garbo, Jeanne Moreau, Sylvia Kristel und Maruschka Detmers. In diesem Jahr entstand der Film „Mata Hari – Tanz mit dem Tod“ unter der Regie von Kai Christiansen. Die Hauptrollen spielen Natalia Wörner, Nora Waldstätten, Robert Schupp, Patrick Joswig, Vladimir Burlakov und Hendrik von Bültzingslöwen. Studio Hamburh Enterprises hat „Mata Hari – Tanz mit dem Tod“ auf Blu-ray und DVD veröffentlicht.


1916 begegnet die berühmte Tänzerin Mata Hari einer jungen Frau, die dem französischen Geheimdienst nur als „Mademoiselle Docteur“ bekannt ist. Elisabeth Schragmüller, die Chefin der deutschen Spionageabwehr, soll Mata Hari, Ikone der untergehenden Belle Epoque, als Spionin ausbilden.


Zwei Frauenbilder, zwei Lebensentwürfe prallen aufeinander. Elisabeth Schragmüller ist eine Vorläuferin der emanzipierten Frau, Mata Hari ordnet ihr Leben den Männern unter. Das kann keine Freundschaft werden.


Schließlich gibt Schragmüller höchstpersönlich den Befehl, Mata Hari alias H21 zu enttarnen – um ihre eigene Identität zu schützen. Mata Hari hat mit ihrer Hinrichtung 1917 bei Paris einen letzten unvergessenen Auftritt. Elisabeth Schragmüller ging in den Annalen des Geheimdienstes unter.


„Mata Hari – Tanz mit dem Tod“ ist eine gelungene Verfilmung der mysteriösen Geschichte um die Nackttänzerin und Spionin. Dabei wurde offenbar viel Wert auf historische Fakten gelegt, was der Geschichte gut getan hat. Wie allerdings kann man Natalia Wörner für diese Rolle aussuchen? Ich halte sie für eine großartige Schauspielerin, doch sie passt absolut nicht in diese Rolle, ihre Ausstrahlung zeigt in jeder Szene etwas anderes als eine erotisch-verruchte Tänzerin. Mit einer geeigneteren Wahl hätte „Mata Hari – Tanz mit dem Tod“ ein großer Film werden können. Die Blu-ray zeigt den Film in sehr guter Bild- und Tonqualiät, als Extra gibt es ein Making of.


Blu-ray / Studio Hamburg Enterprises / 90 min / FSK 12