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Um den deutschen Seeräuber Klaus Störtebeker ranken sich zahlreiche Legenden. So soll ihm vor seine Hinrichtung zugesichert worden sein, dass jedes Mitglied seiner Mannschaft, an dem er nach seiner Enthauptung noch vorbeigeht, freigelassen werden soll. Erst nach dem elften Mann wurde er durch den Scharfrichter zu Fall gebracht. Bis heute sind sich die Experten uneinig, wer Störtebeker wirklich war, historisch belegt ist nur wenig. Es gibt Bücher, Filme und Comics über den Piraten. Der DDR-Schriftsteller Kurt Barthel schrieb 1959 die Ballade „Klaus Störtebeker“, die 1959 bis 1961 und 1980 bis 1981 mit 2000 Mitwirkenden auf Rügen aufgeführt wurde. Die Fassung von 1980 wurde auch für das Fernsehen gefilmt. Diese Version hat Studio Hamburg Enterprises in der Reihe DDR-TV-Archiv auf DVD veröffentlicht.


1391 wird der Knecht Klaus, da er unerlaubt eine Kanne Starkbier ausgetrunken hat, ins Zwingbrett gespannt. Er erschlägt seinen Gutsherrn und flieht. Mit dem Kauffahrer Sarnow gelangt er nach Stralsund, wo er den Namen Störtebeker erhält. Gleichzeitig heuern die Rostocker Bürger Sarnows Steuermann an, für sie auf Kaperfahrt zu gehen. Störtebeker, der gefangen genommen werden soll, flieht nach Ralswiek, hier haben Vogelfreie eine Siedlung gegründet. Dänenkönigin Margaretha versucht, Störtebeker für ihre Dienste zu gewinnen. Er siedelt sich in Friesland an und lebt in Freiheit. Doch er gerät in Konflikt mit den friesischen Fürsten …


Was in Elspe die Karl-May-Aufführungen waren, waren auf Rügen die Störtebeker-Festspiele. Im Jahr 1980 wurde unter großem Aufwand mit originalgetreuen Bauten und Schiffen, sowie unzähligen Beteiligten die dreiteilige Ballade von Kurt Barthel aufgeführt. Das ist auch heute noch beeindruckend anzusehen, mit tollen Schauspielern, wunderbarer Musik und einer immer wieder hochinteressanten Geschichte. Die DVD zeigt die Aufführung in sehr guter Bild- und Tonqualität.


DVD / Studio Hamburg Enterprises / 175 min / FSK 6