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Ende 1946 schrieb der deutsche Schriftsteller Hans Fallada innerhalb von vier Wochen den Roman „Jeder stirbt für sich allein“, bevor er im darauf folgenden Februar verstarb. Der Roman basierte auf dem wahren Fall des Ehepaars Otto und Elise Hampel, das von 1940 bs 1942 Flugblätter gegen Hitler ausgelegt hatte. Erst 2002 wurde der Roman neu übersetzt und wurde in Ländern wie den USA, Großbrtitannien und Israel zum Bestseller. Fünfmal wurde der Roman bislang verfilmt. Die zweite Adaption entstand Ende der 60er Jahre als Dreiteiler für das Fernsehen der DDR. Regie führte Hans-Joachim Kasprzik, die Hauptrollen spielen Elsa Grube-Deister und Erwin Geschonneck. In der Reihe DDR TV-Archiv hat Studio Hamburg Enterprises „Jeder stirbt für sich allein“ auf DVD veröffentlicht.


Als sein Sohn im Frankreich-Feldzug stirbt, nimmt der Berliner Tischler Otto Quangel den Kampf gegen das Hitler-Regime auf. Er schreibt Postkarten-Flugblätter und wirft sie täglich in einen anderen Briefkasten der Stadt. Lange dauert es, bis ihm der Gestapo-Kommissar Escherich auf die Spur kommt. Quangel wird der Prozess gemacht, ebenso wie seiner Frau Anna. Doch auch Escherich macht die Erfahrung, dass jeder für sich allein sterben muss …


„Jeder stirbt für sein allein“ ist eine bewegende Verfilmung des Romans von Hans Fallada, der schon zur Pflichtlektüre gehören sollte. Sehenswert inszeniert und beeindruckend gespielt hat diese Verfilmung durch die längere Spieldauer deutlich mehr Möglichkeiten, Details des Romans zu zeigen, die bei herkömmlicher Spielfilmdauer nicht gegeben gewesen wäre. Wieder eine echte Perle in der Reihe DDR TV-Archiv, dich ich bislang noch nicht gesehen hatte. Auch an der Bild- und Tonqualität der DVD gibt es nichts auszusetzen.

DVD / Studio Hamburg Enterprises / 308 min / FSK 12