Der protestantische Theologe lebte von 1489 bis 1525, mit seinen Texten und Predigten lehnte er sich gegen die kirchliche und auch die weltliche Obrigkeit auf und wurde schließlich gefoltert und hingerichtet. Bereits 1956 wurde das Leben Müntzers in der DDR mit Wolfgang Stumpf in der Hauptrolle verfilmt. Im Jahr 1989 entstand in der DDR eine weitere Verfilmung unter der Regie von Kurt Veth. Die Titelrolle spielte Veit Schubert, in weiteren Rollen sind Claudia Michelsen, Arno Wyzniewski, Hartmut Puls und Frank Lienert zu sehen. Studio Hamburg Enterprises hat „Ich, Thomas Müntzer, Sichel Gottes“ in der Reihe DDR TV-Archiv auf DVD veröffentlicht.


1523 – der protestantische Theologe Thomas Müntzer bekommt vom Allstedter Rat die Pfarrstelle anvertraut. Zum einen soll er Geist und Herz der Menschen für mehr Freiheit öffnen, zum anderen als Verbündeter gegen den Grafen dienen. Müntzer übersetzt die Kirchen-Liturgie ins Deutsche, seine Predigten sind so beliebt, dass Graf Ernst von Mansfeld unter Strafe verbietet, ihnen beizuwohnen. Auseinandersetzungen sind unumgänglich – es kommt zu Plünderungen und Brandstiftungen, die in einem Blutbad enden. Es folgt die legendäre “Fürstenpredigt” – die Erlangung vom Gottesreich auf Erden und der Gütergemeinschaft der Menschen. Damit hat Müntzer bei der Obrigkeit das Fass zum Überlaufen gebracht …


Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mir Thomas Müntzer vor diesem Film völlig unbekannt war, aber die Geschichte ist schon beeindruckend. Der Film ist sehr gut ausgestattet, spannend inszeniert und sehr gut gespielt. Hier konnte das DDR-Fernsehen noch einmal zeigen, wozu es in der Lage war. Die DVD zeigt den Film in sehr guter Bild- und Tonqualität.


DVD / Studio Hamburg Enterprises / 122 min / FSK 12