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Mit kleinen Budget entstand unter der Regie von John McNaughton im Jahr 1986 der Film „Henry – Portrait of a Serial Killer“. Der Film basiert grob auf den Geständnissen des Mörders Henry Lee Lucas. Für lediglich 111.000 Dollar wurde der Streifen innerhalb von 28 Tagen abgedreht. Aus Budget-Gründen spielten einige Darsteller mehrere Rollen und Mitglieder der Filmcrew übernahmen Statistenrollen. In der Hauptrolle ist Michael Rooker zu sehen, der zu der Zeit noch als Hausmeister arbeitete. Für ihn war der Film auch gleich der Durchbruch, es folgten Rollen in Filmen wie „Mississippi Burning“, „Tage des Donners“ oder „Cliffhanger“. Von 2010 bis 2013 war er in der TV-Serie „The Walking Dead“ und zuletzt in der Marvel-Verfilmung „Guardians of the Galaxy 2“ zu sehen. Weitere Rollen in „Henry – Portrait of a Serial Killer“ spielen Tracy Arnold und Tom Towles. Bildstörung hat „Henry – Portrait of a Serial Killer“ auf Blu-ray und DVD veröffentlicht.


Henry teilt sich mit seinem alten Knastkumpan Otis eine schäbige Wohnung in einem heruntergekommenen Viertel in Chicago. Was Otis weiß: Henry arbeitet tagsüber als Kammerjäger. Was Otis nicht weiß: so wie andere abends fernsehen bringt Henry in seiner Freizeit wahllos Leute um – einfach so, aus Langeweile und zum Zeitvertreib. Als Otis’ Schwester Becky dann aber überraschend einzieht, ist es vorbei mit dem schweigsamen Nebeneinander der beiden Männer. Henry öffnet sich zusehends und findet bald in Otis einen mehr als willigen Schüler. Von nun an ziehen die zwei gemeinsam mordend durch die Stadt und Becky ahnt nicht das Geringste… 


Nüchtern und emotionslos schildert Regisseur John McNaughton in „Henry – Portrait of a Serial Killer“ eine Zeitspanne im Leben des Killers Henry. Und im Gegensatz zu den meisten anderen Serienkillerfilmen steht nicht die Jagd auf den Täter im Vordergrund, die ist hier überhaupt kein Thema, sondern Henry selbst, sowie seine Mitbewohner Otis und Becky. Dabei erfährt der Zuschauer auch einiges aus der Vergangenheit der drei, was den Figuren eine gewisse Tiefe verleiht. Die Gewaltdarstellungen im Film sind auch heute noch schwer zu ertragen, weil sie völlig realistisch dargestellt werden. Das absolute Highlight des Films ist aber die herausragende Darstellung von Michael Rooker, der für mich als Schauspieler noch immer unterschätzt wird. „Henry – Portrait of a Serial Killer“ ist ein großartiger Film, der zurecht Kultstatus hat und hier auf Blu-ray in beeindruckender Bild- und Tonqualität daherkommt. Eine weitere Disc beinhaltet umfangreiches Bonusmaterial. Darunter sind ein Audiokommentar mit Regisseur John McNaughton, The Making of Henry, The Real Serial Killer: Henry Lee Lucas, Interview mit McNaughton, deleted Scenes und Outtakes, britische Zensurgeschichte und Storyboards. Dazu befindet sich in dem schicken Schuber ein 24-seitiges Booklet mit zahlreichen Hintergrundinformationen zum Film wie der Indizierung in Deutschland.

Blu-ray / 2 Discs / Bildstörung / 82 min / FSK 18