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Bernhard Grzimek war Tierarzt und Verhaltensforscher, Direktor des Frankfurter Zoos, Autor von Tierbüchern und einer Enzyklopädie und ein weltbekannter Tierfilmer. Seine Fernsehreihe „Ein Platz für wilde Tiere“ lief von 1956 bis 1980 in der ARD. Sein erster Film „Kein Platz für wilde Tiere“ kam 1956 in die Kinos und gewann zwei Goldene Bären und den Bundesfilmpreis. Drei Jahre später folgte mit „Serengeti darf nicht sterben“ sein zweiter Kinofilm. Der Film schildert die Anfänge des Serengeti-Nationalparks in Tansania und die Zerstörung des Lebensraums afrikanischer Tiere. Bei den Dreharbeiten verunglückte Grzimeks Sohn Michael, der maßgeblich an den Dreharbeiten beteiligt war, tödlich. „Serengeti darf nicht sterben“ gewann den deutschen Filmpreis und als bislang einzige deutsche Dokumentation einen Oscar. Karussel hat nun beide Filme in restauriertem Zustand zusammen auf einer Blu-ray veröffentlicht.


Kein Platz für wilde Tiere


In den letzten 200 Jahren hat der Mensch viele Tierarten für immer ausgerottet. Ständig werden Tierparadiese vernichtet, die auch für den Menschen lebenswichtig sind. Die Ereignisse in der Natur laufen so spannend und erregend ab, daß es Professor Grzimek und seinem Sohn Michael gelungen ist, vor dem ernsten Hintergrund des Tiersterbens mit einem äußerst unterhaltsamen und atemberaubenden Abenteuerfilm weltweit Millionen von Menschen zu faszinieren und gleichzeitig für den Schutz der Tierwelt zu begeistern. Ausgezeichnet mit dem Bundesfilmpreis und dem Berliner Goldenen Bären. Das gleichnamige Buch ist in fast allen Weltsprachen übersetzt worden.


Serengeti darf nicht sterben


Der Film erzählt von den Anfängen des Serengeti-Nationalparks in Tansania. Ende der 50er Jahre wollte die Tansanische Nationalparkverwaltung das Schutzgebiet um den Ngorongoro-Krater einzäunen. Um sich ein genaues Bild über die Tierwanderungen zu machen, wurden Bernhard und Michael Grzimek 1957 eingeladen, um der Nationalparkverwaltung die Werte zu liefern, die sie für ihr Vorhaben brauchten. Die Grzimeks fanden mit einem neuen Zählverfahren mit zwei Flugzeugen heraus, dass die Wanderungen der Herden anders verliefen, als angenommen. Mit atemberaubenden Kameraaufnahmen machten die Grzimeks auf die zunehmende Zerstörung eines der letzten afrikanischen Tierparadiese aufmerksam.


Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir uns mit der Schulklasse einer der vielen Wiederaufführungen der beiden Film im Kino angesehen haben. Und wirklich jeder war von den atemberaubenden Aufnahmen fasziniert. Gleichermaßen erhielten wir zum ersten Mal einen Eindruck davon, wie schlimm es für manche Tierarten stand. Heute liegen beide Filme in exzellenter Bild- und Tonqualität auf Blu-ray vor, und sich noch genau so sehenswert und faszinierend wir damals. Diese Filme sollten auch heute noch zum Pflichtprogramm in den Grundschulen gehören. Gehört in jede Filmsammlung.


Blu-ray / Karussel / 170 min / FSK 6