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Im Jahr 1957, noch ein Jahr vor „Dracula“, entstand in den Hammer Studios der Film „Frankensteins Fluch“. Die Hauptrolle als Baron Victor Frankenstein spielte Peter Cushing, die Kreatur wurde von Christopher Lee dargestellt. Bis 1974 folgten fünf Fortsetzungen, in denen Cushing ebenfalls die Hauptrolle spielte. Als einer der besten Filme dieser Serie gilt „Frankensteins Ungeheuer“ aus dem Jahr 1964, inszeniert von Freddie Francis. Neben Peter Cushing spielen auch Sandor Elès, Katy Wild, Peter Woodthorpe und Kiwi Kingston mit. Anolis Film hat den Streifen sowohl als aufwändiges Mediabook als auch in normaler Softbox auf Blu-ray veröffentlicht.

Als Baron Frankenstein zusammen mit seinem treuen Assistenten Hans in seine Heimat nach Karlsstadt zurückkehrt, muss er feststellen, dass sein Schloss geplündert wurde und sowohl Möbel, als auch Wertgegenstände verschwunden sind. In einem Gasthaus sieht Frankenstein den Bürgermeister, der den Ring des Barons trägt. Später verschafft er sich Zutritt zum Haus des Bürgermeisters uns sieht, dass er einen großen Teil seines Besitzes gestohlen hat. Der hat mittlerweile die Polizei gerufen und Frankenstein kann nur knapp einer Verhaftung entgehen. Eine taubstumme Bettlerin lotst die beiden in eine Höhle,wo der Baron die von ihm erschaffene Kreatur in einem Eisblock entdeckt. Aus dem Eis befreit schaffen sie das Ungeheuer auf das Schloss, um es erneut zum Leben zu erwecken, jedoch scheint das Gehirn geschädigt. Frankenstein sucht Hilfe beim Hypnotiseur Professor Zoltan und gemeinsam gelingt ihnen die Erweckung des Ungeheuers. Während Frankenstein seine Forschungen fortsetzt, hat Zoltan seine eigenen Pläne, er lässt das Wesen unter seiner Kontrolle Diebstähle und Morde begehen.

Peter Cushing gehörte schon immer zu meinen Lieblingsschauspielern und als Baron Frankenstein gefiel er mir noch besser als in den Dracula-Filmen. Und seine Darstellung ist auch das, was „Frankensteins Ungeheuer“ besonders sehenswert macht. Die Geschichte des Films erinnert an alte Streifen wie „Der Golem“ oder „Das Cabinet des Dr. Caligari“ und bringt mit Professor Zoltan eine interessante neue Figur in die Serie, brillant gespielt von Peter Woodthorpe. Das Ungeheuer trägt ähnliche Züge wie in den Karloff-Filmen, eine Zusammenarbeit mit Universal machte dies möglich. Für den hübschen Gegenpart zur schaurigen Kreatur ist Katy Wild als taubstumme Bettlerin verantwortlich. Die Blu-ray von Anolis zeigt den Film in beeindruckender Bild- und Tonqualität. Das Mediabook kommt mit einem sehr informativen 28-seitigen Booklet, als Bonusmaterial bietet die Disc einen Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen und Volker Kronz, Making of „The Evil of Frankenstein“, Uwe Sommerlad im Gespräch mit Caron Gardner, Caron Gardner über ihre Karriere, US-Trailer, zusätzliche Szenen der amerikanischen TV-Fassung, deutscher Werberatschlag, US-Werberatschlag, Filmprogramm und Bildergalerien. Bei Veröffentlichungen von Anolis fällt es langsam schwer, neue Superlative zu finden, die Vös übertreffen sich immer wieder selbst. So auch „Frankensteins Ungeheuer“, im Mediabook ein in jeder Hinsicht perfektes Sammlerstück.

Blu-ray / Anolis Film / 86 min / FSK 16