Der im Jahr 2000 verstorbene japanische Regisseur Jun Fukuda begann zunächst als Assistent von Ishiro Honda beim Film „Die fliegenden Monster von Osaka“. Doch schon bald darauf durfte er seinen ersten eigenen Monsterfilm inszenieren, „Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer“. Ein Jahr später folgte „Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn“. Bevor er 1973 „King Kong – Dämonen aus dem Weltall“ und ein Jahr später „King Kong gegen Godzilla“ inszenierte, kam erst einmal „Frankensteins Höllenbrut“ im Jahr 1972 an die Reihe. Der zwölfte Serien-Ableger der legendären Toho-Studios hatte allerdings ein deutlich kleineres Budget zur Verfügung, also musste Fukuda ein wenig tricksen. Er baute einfach einzelne Szenen aus Filmen wie „Befehl aus dem Dunkel“ oder „Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn“ ein. Die Hauptrollen spielen Hiroshi Ishikawa, Yuriko Hishimi, Minoru Takashima und Tomoko Umeda. Anolis Entertainment veröffentlicht heute „Frankensteins Höllenbrut“ in der Kaiju Classics Reihe als Doppel-DVD im StarMetalPak.

Der Cartoonist Gengo tritt eine Stelle im Vergnügungspark "Welt-Kinder-Land" an. Dort lernt er die junge Machiko kennen, deren Bruder spurlos aus dem Spielzeugland verschwunden ist. Es stellt sich heraus, daß der Park in die Hände von Außerirdischen gefallen ist. Sie wollen die Menschheit vernichten, weil ihr eigener Planet an Umweltzerstörung zugrunde gegangen ist. Der Präsident des Parks, ein siebzehnjähriges mathematisches Genie, und seine Sekretärin Kubota sind in Wirklichkeit Aliens, die sich in Menschenkörper eingenistet haben. Sie schicken die Monsterechsen Gigan und Ghidora auf die Erde, die Tokio in Schutt und Asche legen. Die Waffen der Menschen sind wirkungslos gegen die Monster aus dem All. In höchster Not aktiviert man die menschenfreundlichen Monster Godzilla und Angnira...

Irgendwann in den 70er Jahren habe ich „Frankensteins Höllenbrut“ zum ersten Mal gesehen. In unserem kleinen Kino lief Sonntags immer um 13:30 eine Jugendvorstellung, Eintritt war damals drei Mark. Und da liefen oft Monsterfilme, so auch „Frankensteins Höllenbrut“, als abgenudelte Kopien mit Lauftstreifen und Klebestellen durch den Projektor. Kein Vergleich zu der erstklassigen Bild- und Tonqualität, die die beiden DVDs von Anolis neuestem Kaiju-Streich zeigen. Der Film selbst ist deutlich ruppiger als seine Vorgänger, das kleinere Budget merkt man allerdings nur an den eingefügten Szenen, die manchmal nicht so recht passen wollen, wenn etwa im großen Kampf die Tageszeit wechselt. Das tut dem unterhaltsamen Vergnügen aber keinen Abbruch. Neben der deutschen Kinofassung ist auch die japanische dabei. Disc eins enthält neben der japanischen Fassung einen Audiokommentar von Jörg Buttgereit, Bodo Traber und Alex Iffländer, einen Audiokommentar mit Florian Bahr, den japanischen Trailer und eine internationale Bildergalerie. Disc zwei hat die deutsche Kinofassung an Bord, einen Audiokommentar von Thorsten Rosemann, den deutschen Trailer, die deutsche Super 8 Fassung, den Werberatschlag und die deutsche Bildergalerie. Dazu gibt es ein 20-seitiges Booklet im vielen interessanten Infos von Ingo Strecker. Großartige Veröffentlichung, Anolis Entertainment hat es einfach drauf.

DVD / 2 Discs / Anolis Entertainment / 89 min / FSK 12