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Jürgen Roland galt Zeit seines Lebens als Koryphäe, wenn es um den deutschen Kriminalfilm ging. Er machte Serien wie „Der Polizeibericht meldet...“, „Stahlnetz“ oder „Tatort“ und inszenierte Kinofilme wie „Der rote Kreis“, „Polizeirevier Davidswache“ oder „Zinksärge für die Goldjungen“. Im Jahr 1969  übernahm Roland die Regie bei dem Gangsterfilm „Die Engel von St. Pauli“. Als Bosse zweier rivalisierenden Gangs im Rotlichtmilieu fungierten Horst Frank und Herbert Fux. In weiteren Rollen sind Werner Pochath, Günther Neutze, Karl Lieffen, Rainer Basedow, Gernot Endemann und Irmgard Riessen zu sehen. Kleinere Rollen spielen der spätere NDR-Moderator Denes Törsz sowie der Catcher Hansi „Würger von Wien“ Waldherr. Studio Hamburg Enterprises hat „Die Engel von St. Pauli“ auf Blu-ray und DVD veröffentlicht.


Jule Nickels, alteingesessener Unterweltkönig von St. Pauli, bekommt Konkurrenz von einer Wiener Zuhälterbande, die ebenfalls im Rotlichtmilieu auf dem Hamburger Kiez mitmischen will. Doch Jule duldet keine Eindringlinge in seinem Revier und es entbrennt ein brutaler Krieg um die Vorherrschaft zwischen den beiden Zuhältergruppen. Als jedoch Jules taubstumme Prostituierte Lisa von einem Freier brutal ermordet wird, setzen sie gemeinsam alles daran, den Täter schnellstmöglich ausfindig zu machen. Das Letzte, was die beiden Luden gebrauchen können, ist nämlich eine Sonderkommission der Polizei, die ihre Geschäfte stört.


„Die Engel von St. Pauli“ ist ein überraschend harter Gangsterfilm und gleichzeitig eine Milieustudie des Rotlichtbezirks in St. Pauli. Horst Frank und Herbert Fux nimmt man die Gangsterbosse jederzeit ab und auch der Psychopath vom Dienst, Werner Pochath, stellt wieder eine seiner Paraderollen dar. Auch die weiteren Rollen sind passend und mit vielen bekannten Gesichtern besetzt. Der Film ist immer wieder sehenswert. Während die Bildqualität der Blu-ray sehr gut daherkommt, wirkt der Ton in einigen Szenen ein wenig Dumpf.


Blu-ray / Studio Hamburg Enterprises / 98 min / FSK 16