Nextgengamers net

Games, Movies and more
 


Basierend auf einer Schauspieleranekdote von Moshe Lifshits schrieb Bertolt Brecht die Kurzgeschichte „Die Bestie“. Die Geschichte schildert Begebenheiten während Dreharbeiten zu einem russischen Film über einen brutalen Gouverneur. Mit der Geschichte gewann Brecht 3000 Mark bei einem Preisausschreiben der Berliner Illustrierten Zeitung. Das war 1928, zwei Jahre später verfasste Brecht ein Drehbuch zu seiner Geschichte. Dennoch dauerte es bis 1987, bis „Die Bestie“ vom DDR Fernsehen verfilmt wurde. Regie führte Margot Thyret. Die Hauptrolle spielte der hervorragende Brecht-Darsteller Ekkehard Schall, weitere Rollen wurden mit Peter Hladik, Jaecki Schwarz, Martin Seifert und Herbert Olschok besetzt. Studio Hamburg Enterprises hat „Die Bestie“ in der Reihe DDR TV-Archiv auf DVD veröffentlicht.


Moskau in den 1920er Jahren. In einem Atelier wird an einem Film über die Pogrome in Südrussland gearbeitet. Als Symbol für die damaligen Verbrechen steht der Name des berüchtigten, zaristischen Gouverneurs Muratow, auch “Die Bestie” genannt. Während der Dreharbeiten meldet sich ein alter, heruntergekommener Mann, der wegen seiner Ähnlichkeit mit Muratow im Film mitspielen möchte. Könnte man auf die Idee kommem, dass es sich bei diesem Mann um den echten Muratow handelt? Alle sind mit der Umsetzung des Stoffes so sehr befasst, dass dieser Vorfall verborgen bleibt. Als Künstler hat jeder seine eigenen Visionen – oft an der Realität vorbeigehend …

„Die Bestie“ ist eine großartige Geschichte von Bertold Brecht und die Verfilmung des DDR-Fernsehens steht dem in Nichts nach. Perfekt inszeniert, herausragend gut gespielt und ebenso gut ausgestattet kommt einem die Produktion vor wie ein Kinofilm. Sehenswerter Film und ein echtes Highlight der genialen Serie DDR TV-Archiv. Auch an der Bild- und Tonqualität gibt es nichts auszusetzen.

DVD / Studio Hamburg Enterprises / 57 min / FSK 0