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Als im Jahr 1982 der Film „Conan – Der Barbar“ riesige Erfolge feiern konnte, brach in den folgenden Jahren eine gigantische Welle an Barbaren-Filmen auf die Kinogänger und Videothekengänger ein. Da durfte das notorische Duo Menahem Golan und Yoram Globus mit ihrer Produktionsfirma „Cannon Films“ nicht fehlen. Und so trommelten sie 1987 eine illustre Crew zusammen. Die Regie übernahm Ruggero Deodato, berüchtigt durch Filme wie „Mondo Cannibale 2“ und „Nackt und Zerfleischt“. Die Titelrollen von „Die Barbaren“ gingen an die bodybuildenden Zwillinge David und Peter Paul. Als Fiesling wurde Richard Lynch engagiert, bekannt durch sein vernarbtes Gesicht, ein Resultat aus der Tatsache, dass er sich in den 60ern im LSD-Rausch selbst in Brand setzte. Sein Helfer wird von Michael Berryman gespielt, der an Christ-Siemens-Touraine-Syndrom leidet, weshalb ihm weder Haare noch Fingernägel wachsen, bekannt aus Filmen wie „Einer flog über das Kuckucksnest“ oder „Hügel der blutigen Augen“. Ihr Filmdebüt gab Eva La Rue die später sieben Jahre lang eine der Hauptrollen in „CSI Miami“ spielte. Und in einer Nebenrolle gesellte sich auch Luigi Montefiori, alias George Eastman dazu. Der machte sich nicht nur einen Namen als Drehbuchautor, unter anderem für „Keoma“, sondern auch durch seine imposante Erscheinung mit einer Körpergröße von 2,06 Metern, als Darsteller in Filmen wie „Django und die Bande der Gehenkten“ oder „Man-Eater – Der Menschenfresser“. Mit vier Millionen Dollar hatte der Film ein ordentliches Budget, konnte allerdings nur 800.000 Dollar einspielen. Koch Films hat „Die Barbaren“ in einem Mediabook mit Blu-ray und DVD veröffentlicht.


Verschleppt, versklavt und in Rache vereint: Jahre, nachdem sie vom tyrannischen Kadar (Richard Lynch) entführt worden sind, gelingt den muskelbepackten Barbarenzwillingen Kutchek (David Paul) und Gore (Peter Paul) die Flucht. Gemeinsam mit der schönen Ismena (Eva LaRue) machen sie sich auf den Weg, den magischen Rubin wiederzufinden, der ihrem Volk Friede und Glück bringen soll. Doch der Weg dorthin führt nur über den Sieg gegen das Böse, das in Kadar seinen fähigsten Handlanger hat...


Zwei untalentierte Hauptdarsteller, völlig sinnfreie Dialoge und Spezialeffekte wie in den 50er Jahren, all das macht „Die Barbaren“ zu einem einfach geilen Film, den man sich immer wieder gern ansieht. Eine Trashgranate allererster Kajüte, wie sie nur in den 80er Jahren entstanden sind. Und mit dem Mediabook aus dem Hause Koch Films bekommt der Film endlich seine verdiente Würdigung. Neben dem Film in sehr guter Bild- und Tonqualität auf Blu-ray und DVD gibt es als Extras den Bonusfilm „Phenomenal and the Treasure of Tutankhamen“ von Ruggero Deodato, Audiokommentare mit Oliver Nöding und Pelle Fetsch, Interviews mit Ruggero Deodato, Pin Donaggio und Gianlorenzo Battaglia, Videoclip, TV-Special, Trailer und eine Bildergalerie.


Blu-ray + DVD / 3 Discs / Koch Films / 87 min / FSK 16