Norbert Poehlke war Polizeibeamter in Baden-Württemberg, der sich durch Hausbau überschuldet hatte. Daraufhin beging er drei Morde und vier Banküberfälle. Durch den sich wiederholenden Tathergang, er zerschlug das Sicherheitsglas der Baknschalter mit einem Vorschlaghammer, nannte ihn die Presse den Hammermörder. Als ihm die Fahndung auf die Schliche kam, tötete er seine Familie und schließlich sich selbst. Fred Breinersdorfer und Elke R. Evert schrieben über die Ereignisse das Buch „Der Hammermörder – Ein dokumentarischer Roman“, auf dem auch ein Theaterstück basierte. Im Jahr 1990 wurde die Geschichte unter dem Titel „Der Hammermörder“ von Bernd Schadewald verfilmt. Die Hauptrollen spielen Christian Redl, Ulrike Kriener, Ulrich Pleitgen, Oliver Stritzel und Verena Plangger. Studio Hamburg Enterprises hat „Der Hammermörder“ auf DVD veröffentlicht.


In einem Zeitraum von wenigen Monaten geschehen in den Jahren 1984 und 1985 im Großraum Stuttgart drei Morde. Auf abgelegenen Waldparkplätzen findet man jeweils die Leiche eines durch Kopfschuß getöteten Mannes. Die Autos der Ermordeten werden unmittelbar nach der Tat als Fluchtfahrzeuge bei Banküberfällen benutzt. Die Überfälle werden jedes Mal mit Hilfe eines großen Vorschlaghammers bewerkstelligt. Der unerkannte Täter, dem offensichtlich sowohl die Morde als auch die Banküberfälle zuzuschreiben sind, wird von Bevölkerung und Presse mit dem Beinamen „der Hammermörder“ belegt. Eine von der Polizei gebildete Sonderkommission verfolgt unter großem Einsatz eine Vielzahl von Spuren, ohne den mysteriösen Fall aufklären zu können. Fest steht nur bald, dass der Täter mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Reihen der Polizei zu suchen ist. Erst der gewaltsame Tod von vier weiteren Personen bringt Licht in das Dunkel.


Auch wenn die Geschichte und der Ausgang von den realen Ereignissen bekannt ist, bietet der Film „Der Hammermörder“ sehr spannende Unterhaltung. Die dramatischen und tragischen Ereignisse um den Polizisten, den Schulden zu Mord und Banküberfall trieben, sind ebenso spannend wie einfühlsam inszeniert und herausragend gespielt. Nicht umsonst gab es für den Film den Adolf Grimme Preis und den Goldenen Panda auf dem Internationalen Fernsehfestival von Sechuan in China. Die DVD zeigt den Film in sehr guter Bild- und Tonqualität.


DVD / Studio Hamburg Enterprises / 90 min / FSK 12