Nextgengamers net
Games, Movies and more
 
 
 


Im Jahr 2013 entstand das Drama „Blutgeld“, produziert für das ZDF. In dem Fernsehfilm geht es um mit HIV infizierte Blutprodukte, die in den frühen 80er Jahren ein großes Problem in Deutschland darstellten. Viele an der Bluter-Krankheit leidende Menschen wurde dadurch infiziert. Der Film schildert das Schicksal von zwei Patienten. Regie führte René Heisig, die Hauptrollen spielen Max Riemelt, Lavinia Wilson, David Rott, Fabian Busch und Charlotte Schwab. Studio Hamburg Enterprises hat „Blutgeld“ auf DVD veröffentlicht.

Anfang der 70er Jahre. Marianne Seifert bangt um das Leben ihrer Söhne. Sie sind Bluter, jede auch nur kleine Verletzung kann tödlich sein. Ein Fahrradunfall des Jüngsten, Ralf, scheint zum Glücksfall zu werden: Marianne erfährt von einem neuartigen Behandlungsmittel. Mithilfe des Medikaments können die Brüder Ralf, Thomas und Stefan ein normales bürgerliches Leben führen.
Das medizinische Wunder hat einen Namen: Faktor VIII ist ein Gerinnungsmittel, das aus Blutspenden gewonnen wird und Bluter scheinbar sorgenfrei leben lässt. Doch durch HIV-verseuchte Blutkonserven erkranken sie wie sehr viele andere Patienten an Aids. Als die Brüder erfahren, dass sie HIV-positiv sind, beginnt für sie der Kampf gegen die ständige Angst – vor dem Ausbruch der Krankheit und vor deren Entdeckung, die in den 1980er Jahren eine totale soziale Ausgrenzung nach sich zieht.
In der Familie kommt es zum Zerwürfnis und der frühe Tod von einem der drei Brüder belastet zusätzlich. Doch vor allem Ralf will sein Leben nicht völlig der Krankheit unterordnen. Unterstützt von der jungen Ärztin Martina Meissner ringt er darum, den Übertragungsweg beweisen und die Verantwortlichen der Katastrophe zur Rechenschaft ziehen zu können.

„Blutgeld“ ist ein beeindruckendes Drama und jeder, der die Nachrichten in den 80er Jahren verfolgt hat, sieht, dass die Geschichte realistisch umgesetzt wurde. Allerdings hätte ich mir bei dem komplexen Thema eher einen Mehrteiler gewünscht, so wird über die neunzig Minuten Spieldauer eine zu große Zeitspanne behandelt. Trotzdem ist „Blutgeld“ unbedingt sehenswert. Die DVD zeigt den Film in sehr guter Bild- und Tonqualität.

DVD / Studio Hamburg Enterprises / 90 min / FSK 12